Wirtschaft

Konzern wird umstrukturiert: Henkel verkauft Zahnpflegemarken an Katjes

Gruppe wird umstrukturiert
Henkel verkauft Zahnpflegemarken an Katjes

Henkel-Chef Knobel ordnet das Unternehmen neu. Auch Marken, die nicht mehr zum Kerngeschäft passen, werden verkauft. Dazu gehören Dentalprodukte. Den Zuschlag erhielt ein namhafter Süßwarenhersteller.

Der Konsumgüterkonzern Henkel übertrug seine Zahnpflegemarken wie Theramed und Vademecum an den Süßwarenhersteller Katjes International. Das Unternehmen gab bekannt, dass Katjes das gesamte Zahn- und Mundpflegegeschäft von Henkel einschließlich aller Markenrechte erworben hat. Neben Theramed und Vademecum sind dies auch Licor del Polo und Antica Erboristeria. Zum Kaufpreis wollte sich ein Henkel-Sprecher nicht äußern.

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Laut Katjes haben die übernommenen Marken im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Nettoumsatz von mehr als 50 Millionen Euro erwirtschaftet. Sie sind profitabel.

Katjes International ist spezialisiert auf den Erwerb von Unternehmen mit etablierten Marken. Zuletzt kaufte das Unternehmen im August den italienischen Panettone-Hersteller Sperlari. Doch Katjes beschränkt seine Akquisitionen längst nicht mehr auf den Süßwarenbereich. Bereits 2020 übernahm Katjes den Kinderpflegehersteller Bübchen, der nach eigenen Angaben deutscher Marktführer im Bereich Baby- und Kinderpflege ist.

Knobel baut Henkel um

„Nach der erfolgreichen Übernahme von Nestlé/Galderma durch Bübchen im Jahr 2020 freuen wir uns, weitere starke Marken in diesem Bereich von einem großen und zuverlässigen Partner wie Henkel zu erwerben“, sagte Tobias Bachmüller, Managing Partner von Katjes International. Die rechtlich selbstständige Katjes International GmbH & Co. KG zusammen mit ihren Schwesterunternehmen Katjes Fassin GmbH + Co. KG und Katjesgreenfood GmbH & Co. KG ist Teil der Katjes-Gruppe. Allein Katjes International erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 255 Millionen Euro.

Henkel hingegen wird umstrukturiert und Konzernchef Carsten Knobel legt das angeschlagene Kosmetikgeschäft mit der Waschmittelsparte zusammen. Der Düsseldorfer Konzern verabschiedet sich auch von Marken, die Knobel nicht mehr zum künftigen Kerngeschäft zählt.

Henkel, zu dem Marken wie Persil, Fa und Pritt gehören, hat zuletzt weniger Waschmittel und Kosmetik verkauft, aber seinen Umsatz durch Preiserhöhungen deutlich gesteigert. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz zwischen Juli und September um 17,3 Prozent auf fast sechs Milliarden Euro, wie Henkel im November mitteilte. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte, betrug das Wachstum im dritten Quartal 11,3 Prozent.

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Lili Falk

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