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Hongkonger Held Joshua Wong wieder im Gefängnis: Prozess endet am 2. Dezember – Politik im Ausland

Der bekannte Hongkonger Aktivist Joshua Wong (24) ist zurück im Gefängnis!

Nachdem ein Gericht in Hongkong angeordnet hatte, dass er vor dem Ende des laufenden Prozesses am 2. Dezember nicht frei herumlaufen darf, traf Wong am Montag in einem Polizeiwagen im Hongkonger Gefängnis Lai Chi Kok ein. Er wurde mit Handschellen in das Gebäude gebracht.


Joshua Wong (vor der Haustür) und Ivan Lam (in der Mitte des Fotos) müssen mindestens bis zum 2. Dezember im Gefängnis bleiben

Joshua Wong (vor der Haustür) und Ivan Lam (in der Mitte des Fotos) müssen mindestens bis zum 2. Dezember im Gefängnis bleibenFoto: TYRONE SIU / Reuters

Außerdem müssen zwei seiner Mitstreiter, Ivan Lam und Agnes Chow, festgenommen werden, sagte ein Sprecher des Aktivisten.

Zu Beginn der Anhörung am Montag bekannte sich Wong schuldig, am 21. Juni 2019 vor dem Polizeipräsidium des Bezirks Wan Chai einen nicht autorisierten Protest veranstaltet zu haben. Dafür könnten er und seine Kollegen bis zu fünf Jahre Gefängnis haben.

Wong sagte, es sei nur eine geringfügige Straftat. Er und seine Kollegen sind bereit, eine sofortige Haftstrafe zu verbüßen. Er hoffte, dies würde die weltweite Aufmerksamkeit auf die Justiz in Hongkong lenken, die Peking manipulierte.


Agnes Chow, Ivan Lam und Joshua Wong (von links nach rechts)

Agnes Chow, Ivan Lam und Joshua Wong (von links nach rechts)Foto: Vincent Yu / AP Foto / dpa

Der 24-Jährige ist eines der bekanntesten Gesichter der Hongkonger Demokratiebewegung. Er hatte als Teenager Proteste organisiert. Wong und andere Anhänger waren vor drei Jahren im Zusammenhang mit den 2014 begonnenen “übergreifenden Protesten” für mehr Demokratie zu mehreren Monaten Gefängnis verurteilt worden. Im September wurde Wong zwei Stunden lang festgenommen und dann gegen Kaution freigelassen.

Letztes Jahr hatte es viel größere Proteste gegen Pekings wachsenden Einfluss gegeben. China verabschiedete daraufhin Ende Juni ein Sicherheitsgesetz für Hongkong. Es zielt auf Aktivitäten ab, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch betrachtet. Es ist der bislang umfangreichste Verstoß gegen die Autonomie Hongkongs und verleiht Chinas Staatssicherheit weitreichende Befugnisse.

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Sara Falk

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