Wirtschaft

VW-Chef kritisiert Schnellladeangebot von Ionity

BMW, Daimler, Ford und der Volkswagen Konzern mit den Marken Audi und Porsche gründeten 2017 das Joint Venture Ionity nach dem Vorbild von Teslas Schnellladenetz „Supercharger“. Allerdings sind die für Ende 2020 geplanten 400 Stromtankstellen entlang europäischer Autobahnen noch nicht erreicht. Auch die bestehenden Standorte seien noch nicht auf dem erhofften Niveau, kritisierte Volkswagen-Chef Herbert Diess kürzlich.

Diess berichtete über seine Urlaubsreise nach Italien auf dem Karriereportal LinkedIn. Die Reichweite des von ihm eingesetzten VW ID.3 Pro S sei „sehr gut“ bei vorsichtiger, defensiver Fahrweise. So können Sie vor allem im dichten Urlaubsverkehr längere Strecken ohne Aufladen zurücklegen. „Aber: Zu wenige Ladepunkte am Brenner! Nur 4 – natürlich hält jeder an der Mall. Beschäftigt. Also weiter nach Trient. Auch nach der Kritik letztes Jahr: keine Toilette, kein Kaffee, eine Spalte nicht in Ordnung / defekt, traurige Sache. Das ist alles andere als ein Premium-Ladeerlebnis, Ionity!”, so der Volkswagen-Chef.

Diess hatte bereits im vergangenen Jahr seinen Unmut über die inzwischen wieder angegangene Ionity-Station geäußert, doch inzwischen ist offenbar wenig passiert. Die Kritik erreichte schnell den Schnellladeanbieter: COO Marcus Groll bedankte sich bei LinkedIn für das Feedback und versicherte, der Standort am Brennerpass sei für Verbesserungen reserviert. Ionity verzeichnete an vielen Standorten, insbesondere in Norwegen, Schweden und Frankreich, einen starken Belegungszuwachs und wird darauf reagieren. Die italienische Station in Trient arbeitet daran, den Kundenservice zu verbessern. Das defekte Ladegerät wurde bereits repariert.

Ionity betreibt derzeit 359 Ladestationen, 39 weitere werden installiert. Ab 400 Stationen soll die Schnellladeinfrastruktur weiter ausgebaut werden – möglicherweise auch verstärkt in Städten. Seit letztem Jahr sind auch die südkoreanischen Automarken Hyundai und Kia Teil des Joint Ventures. Der Aktionärskreis könnte Insidern zufolge bald auch der französische Autohersteller Renault und der Mineralölkonzern Shell. Shell ist bereits Partner von Ionity und entwickelt an einzelnen Standorten Schnellladetechnik. Auf den HPC-Säulen (High Power Charging) von Ionity können Elektroautos mit einer Ladeleistung von bis zu 350 kW in Minuten statt in Stunden Energie für die Weiterfahrt beziehen.

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Das hochwertige Ladeerlebnis, das Diess bei Ionity vermisste, könnten die Töchter in Zukunft sein Audi und Porsche bieten beide ihre eigenen Premium-Ladenetze für ihre Kunden an. Ionity bedroht weitere Konkurrenz von Tesla: Branchenführer für Elektroautos will sein Supercharger-Netzwerk bis Ende des Jahres haben offen für ausländische Kunden. Die Nutzung der offiziellen Tesla-App durch andere E-Auto-Fahrer soll genauso komfortabel sein wie für Ihre eigenen Kunden.

Lili Falk

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