Wirtschaft

Letzte Maschinen zur Übernahme: Airbus verabschiedet sich vom A380

Letzte Maschinen zur Übernahme
Airbus verabschiedet sich vom A380

Der Produktionsstopp des A380 ist längst besiegelt. Mit der vorzeitigen Anschaffung des letzten Flugzeugs wird der größte Passagierjet der Welt für Airbus bald Geschichte sein. Denn nach dem Boom der Riesenmaschinen sagt die Branche jetzt: „Weniger ist mehr“.

Das größte Passagierflugzeug der Welt, der A380, gehört für den Flugzeughersteller Airbus im Herbst der Vergangenheit an. Dann übernimmt die arabische Fluggesellschaft Emirates die letzten drei exzellenten Maschinen dieses Typs am Airbus-Standort in Hamburg-Finkenwerder. Die allerletzte bestellte Maschine “wird im November in die Flotte aufgenommen und damit die ursprüngliche Lieferzeit vom Juni 2022 vorgezogen”, wie die Airline in Dubai mitteilte. “Wir haben mit Airbus vereinbart, die Auslieferung unserer verbleibenden A380-Bestellungen vorzuziehen.”

Airbus
Airbus 117.56

Emirates ist mit Abstand größter Kunde des A380 und will „auch in den nächsten zwei Jahrzehnten“ größter Betreiber des Doppeldeckerflugzeugs sein, wie Emirates-Chef Tim Clark versicherte. Insgesamt wird die A380-Flotte von Emirates ab November 118 Flugzeuge umfassen, fast die Hälfte aller jemals gebauten Flugzeuge des Typs. Nach bisherigen Informationen sieht Lufthansa keine Zukunft für das Riesenflugzeug in ihrer Flotte. Die derzeit lange geparkten Maschinen würden nicht wieder in den regulären Dienst zurückkehren, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr im März.

Auch Boeing verzichtet auf Jumbo-Jets

Anfang 2019 beschloss Airbus unter der Führung von Ex-Chef Tom Enders, die Produktion des A380 einzustellen, auch nachdem Emirates und andere Fluggesellschaften die Bestellungen damals zurückgezogen oder deutlich reduziert hatten. Der amerikanische Rivale Boeing folgte später mit Airbus und kündigte das Ende des 747-Jumbo-Jets für 2022 für Mitte 2020 an. Für viele Airlines sind solche Flugzeuge zu groß und verbrauchen mit ihren vier Triebwerken zu viel Treibstoff – das ist nicht wirtschaftlich, vor allem wenn die Riesenjets nicht voll ausgelastet sind.

Kleinere Maschinen hingegen sind beliebt. Die mittlerweile fast 10.000 ausgelieferten Airbus-Flugzeuge der A320-Familie sind ein Kassenschlager. Große Hoffnungen setzt Airbus auf die neueste A321XLR-Variante, die dank eines zusätzlichen Tanks im Rumpf und entsprechend größerer Reichweite auch für Transatlantikflüge zum Beispiel von Deutschland an die US-Ostküste genutzt werden kann.

Je nach Ausstattung verfügt der A380 über bis zu 853 Sitzplätze. Der Jet hat eine Reichweite von rund 15.000 Kilometern und ist nicht weniger als 72 Meter lang. Seine Flügelspannweite beträgt knapp 80 Meter. Zahlreiche Flughäfen haben neue Terminals für den Flugriesen. Die Planungen für den A380 begannen 1995 und der offizielle Startschuss fiel im Jahr 2000.

Seitdem wurden 251 des Modells bestellt, davon 248 an insgesamt 15 Kunden ausgeliefert. Fünf Maschinen sind nach Airbus-Angaben inzwischen endgültig außer Dienst gestellt. Teile des Luftriesen wurden an Airbus-Standorten in Deutschland gefertigt, darunter vor allem Hamburg-Finkenwerder, aber auch Bremen und Stade. Auch der Augsburger Flugzeugbauer Premium Aerotec hatte Teile produziert.

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Lili Falk

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