Wirtschaft

Kaufhausstandorte: Buero.de interessiert sich für Galeria-Filialen

Stand: 07.11.2022 17:50 Uhr

Der Online-Händler buero.de ist an 47 Filialen des insolventen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof interessiert. Welche Häuser er überhaupt verkaufen will, ist allerdings noch unklar.

Von Aylin Dulger, tagesschau.de

Das Online-Handelsunternehmen Buero.de hat Interesse an bestimmten Filialen der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bekundet. Der Einzelhändler für Büro- und Schulbedarf befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen über eine mögliche Übernahme von insgesamt 47 Filialen des Warenhauskonzerns.

„Halle hat eine tolle Lage“

Buero.de hat Standorte in mittelgroßen Städten im Auge. „Wir haben unsere Auswahl nicht regional eingeschränkt“, sagt Firmenchef Markus Schön Hessischer Rundfunk. Ihn interessieren „die Siedlungen in Städten mit etwa 250.000 Einwohnern“. Das Unternehmen hat großes Interesse an den Standorten Halle, Magdeburg und Erfurt. „Gerade der Standort Halle hat eine tolle Lage und Magdeburg hat generell eine große Zukunft vor sich, da entwickelt sich so viel“, sagte Schön dem. MDR.

Die Zeit drängt, denn Ende Januar schließt der Standort Halle. Einen bereits geschlossenen Laden wollen sie aber nicht wiedereröffnen: „Wir sind immer bereit, die Parameter auszuhandeln“, sagt Schön. Buero.de hat ein Sortiment von mehr als 60.000 Büroartikeln. Der Online-Händler hat kürzlich drei Warenhäuser im Frankfurter Raum erworben.

Treffen mit Kurator geplant

Demnächst findet ein persönliches Treffen zwischen dem Kurator der Galeria Karstadt Kaufhof Arndt Geiwitz und Buero.de-Chef Schön statt. Das bestätigte ein Sprecher von Galeria Karstadt Kaufhof tagesschau.de.

Laut Schön hat er bereits ein Konzept für die Warenhausstandorte entwickelt. Impuls für das Angebot ist es, den Vollsortimenter Galeria Karstadt Kaufhof mit der Internetkompetenz des Online-Händlers zu kombinieren und die Produktpräsentation zu überarbeiten. „In den Innenstädten entstehen starke Marken“, sagt der Unternehmer.

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Gespräche mit Vermietern

Allerdings steht noch nicht fest, welchen Warenhäusern von Galeria Karstadt Kaufhof die Schließung droht. Renovierungsexperte Geiwitz will nun mit den Vermietern sprechen. Dabei soll es nicht nur um die Miete gehen, sondern auch um andere Fragen wie die Flächennutzung, notwendige energetische Sanierungen oder Modernisierungs- und Baumaßnahmen. Es kommt vor allem darauf an, ob ein Standort erhalten werden kann.

Zum zweiten Mal seit 2020 Galeria Karstadt Kaufhof Eigeninsolvenz angemeldet. Das Ziel des Prozesses ist die Rehabilitation. Kurator Geiwitz hat bereits deutliche Kürzungen angekündigt. Von den mittlerweile 131 Kaufhäusern ist nur noch ein harter Kern übrig.

Lili Falk

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