Wirtschaft

Die Stadtsparkasse Düsseldorf setzt Negativzinsen entschlossen durch

D. D.Die Frist verlängert sich. Ab Mittwoch können einige vermögende Kunden der Stadtsparkasse Düsseldorf kein Geld mehr von ihren Konten abheben. Die Konten wurden eingefroren, sie sind jetzt “für Debit- und Kreditverkäufe gesperrt”, wie ein Sprecher der Sparkasse es ausdrückte. Der nächste Schritt besteht darin, das Geld dieser Sparkassenkunden in Höhe von mehreren Millionen Euro an das Gericht in Düsseldorf zu überweisen.

Ein ungewöhnlicher Schritt: Dies betrifft Sparkassenkunden, die bei Eingabe einer Depotgebühr auch eine Kreditgebühr erhalten oder Negative Sätze angerufen, nicht teilgenommen. Hintergrund: Bei vielen Kreditinstituten verhandeln Bankberater derzeit mit Kunden über dieses Thema. Schließlich können Banken relativ leicht negative Zinssätze für Neukunden einführen – bestehende Kunden müssen sich dagegen einigen. Deshalb schrieb die Stadtsparkasse Düsseldorf an 1.825 Kunden, die mehr als 250.000 Euro auf ihrem Tages- oder Girokonto hatten, insgesamt 672 Millionen Euro. Sie müssen ihr Geld umverteilen oder eine Vereinbarung mit einem negativen Zinssatz unterzeichnen.

Die meisten von ihnen haben das irgendwann getan. Es gab aber auch solche, die sich einfach nicht kontaktierten. Die Sparkasse hatte am 31. März das Konto der verbleibenden 20 Kunden aufgelöst. Jetzt haben die Kunden zwei Wochen Zeit, um ein anderes Bankkonto zu benennen, auf das der Restbetrag überwiesen werden soll. Danach möchte die Sparkasse beim Gericht in Düsseldorf einen Antrag auf Hinterlegung wegen “Nichtannahme” stellen. Anschließend wird das Geld der Sparkasse-Kunden auf ein Konto des Amtsgerichts überwiesen Deutsche Bundesbank übertragen, wie Sparkasses Sprecher sagte.

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Ein sehr entschlossener Ansatz – bisher ist kein anderes Institut in Deutschland dafür bekannt, hieß es am Dienstag in Sparkassenkreisen. „Das Problem tritt grundsätzlich bei allen auf“, sagt Hans-Peter Burghof, Professor für Bankwesen in Stuttgart. Andere Banken und Sparkassen sollten ebenfalls die Frage beantworten: Was tun sie, wenn sie in Absprache mit Kunden, die anderer Meinung sind, negative Zinssätze einführen möchten? Ohne eine Lösung kann es schnell unfair werden, sagt der Ökonom: “Kunden, die sich auf eine Sorgerechtsgebühr geeinigt haben, fühlen sich möglicherweise betrogen, wenn andere ohne Sorgerechtsgebühr davonkommen.”

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Lili Falk

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