Wirtschaft

Vorwiegend in Mittelstädten: Investor will mehr als 40 Galeria-Filialen erwerben

Vorwiegend in mittelgroßen Städten
Investor will mehr als 40 Galeria-Filialen erwerben

Der große Andrang in Kaufhäusern hat eine lange Geschichte. Galeria Karstadt Kaufhof kämpft seit Jahren ums Überleben, doch der Rotstift wird wieder gezückt. Vielen Filialen droht die Schließung. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Investor Markus Schön. Er glaubt nach wie vor an das Konzept – und will etliche Filialen retten.

Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof sucht erneut Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Der zuständige Kurator hat bereits Budgetkürzungen angekündigt und die Aussicht, dass nur noch ein harter Kern der 131 Warenhäuser übrig bleibt. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Investor Markus Schön. Der Geschäftsführer des Online-Händlers Buero.de hat Interesse an 47 gefährdeten Filialen in Mittelstädten und knapp 6000 Beschäftigten bekundet – etwa in Bad Homburg, Fulda, Goslar und Wismar.

Schön ist sich sicher, dass in den Innenstädten nach wie vor starke Marken entstehen. Für ihn ist das Schutzschirmverfahren daher eine einmalige Chance. Er ist sich sicher: „Je weniger spezialisiert man ist, desto leichter lässt es sich im Internet ersetzen, aber mit Shop-in-Shop-Konzepten kann man Innenstädten in mittleren Lagen neues Leben einhauchen“, sagt Schön ntv.de . Die Übernahme einiger Filialen würde digitale und stationäre Vertriebswege kombinieren und eine Zukunftsfähigkeit schaffen, die Amazon und Ebay eine deutsche Alternative aufzeigen würde.

Seit der Übernahme durch den österreichischen Investor René Benko besteht laut Unternehmenskreisen Interesse am Erwerb bestimmter Standorte. Die ersten Kontakte schliefen wieder ein. Konkrete Übernahmeentscheidungen könnten daher in sehr kurzer Zeit getroffen werden, da man nicht bei null anfangen würde. In den letzten Jahren wurden mehrere tausend Arbeitsstunden in die Analyse der betreffenden Häuser investiert.

Galeria hatte bereits 2020 ein Schutzschirmverfahren durchlaufen. Damals waren bereits viele Filialen geschlossen und mehrere tausend Mitarbeiter verloren ihre Stelle. Die Gewerkschaft Verdi hatte am Dienstag versichert, sie wolle um „jeden Arbeitsplatz“ kämpfen. Der Vorstand von Galeria will laut Verdi ein Drittel der Filialen schließen. Insgesamt arbeiten dort rund 17.400 Menschen.

Siehe auch  Erster Saldo seit dem Börsengang: CureVac hat gute Lagerbestände: CureVac meldet Umsatzanstieg - bleibt aber im Minus | Botschaft

Lili Falk

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