Wirtschaft

Volkswagen und Porsche: Wird VW bald Sportwagen an die Börse bringen? – Wirtschaft

Volkswagen erwägt, mehr Geld in seine Staatskasse zu stecken, um Tesla einzuholen.

Eine Idee dazu: Aktien an Sportwagentochter Porsche an die Börse trennen! Das würde den Börsenwert des gesamten Konzerns erhöhen, nämlich 20 bis 25 Milliarden Euro, wenn ein maximaler Anteil von einem Viertel an Porsche ausgegeben wird.

Es ist nicht ganz neu: Volkswagen-Chef Herbert Diess (62) hatte bereits 2019 den Firmenwagen mit Traton in kleinerem Maßstab an die Börse gebracht. Das Thema erhielt auch neue Nahrung, weil der Wettbewerber Daimler kürzlich eine Abspaltung seines Lkw-Geschäfts angekündigt hatte, die vom Finanzmarkt sehr gut aufgenommen wurde.

Und der italienische Autohersteller Fiat setzte ein weiteres positives Beispiel für den Wettbewerb, als er vor einigen Jahren seine Tochter Ferrari an die Börse brachte.

Das Unternehmen erwägt mehrere Optionen zur Steigerung des Marktwerts – einschließlich einer mittelfristigen Porsche-Notierung, schrieb das “Manager Magazin” am Donnerstag unter Berufung auf Insider. VW hat es selbst nicht kommentiert.

Der Grund dafür: Die traditionellen Autohersteller sind weit hinter dem Elektroautopionier Tesla zurückgefallen. Das Unternehmen von Elon Musk hat jetzt etwa das Dreifache des Marktwerts auf der Waage wie VW, Daimler und BMW!

Derzeit beträgt die sogenannte Marktkapitalisierung – der Gesamtpreis aller im Umlauf befindlichen Aktien – für Tesla mehr als 630 Milliarden Euro, für VW fast 90 Milliarden Euro, für Daimler rund 70 Milliarden Euro und für BMW 46 Milliarden Euro. Diese Zahlen spiegeln jedoch nicht unbedingt die tatsächlichen wirtschaftlichen Grundlagen wider, sondern vor allem die Erwartungen der Märkte an das künftige Geschäft: Die deutschen Automobilhersteller verkaufen immer noch deutlich mehr Autos als Tesla.

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Stammbaum der Porsche Piech Familie |  info.BILD

Diess braucht aber auch Geld, weil er seine Gruppe von einem reinen Automobilhersteller zu einem software- und serviceorientierten Mobilitäts- und Technologiekonzern machen will. Das verschluckt Milliarden von Milliarden, aber andererseits wird es auch als unverzichtbar angesehen, um sich vor der Marktmacht der amerikanischen und asiatischen IT-Giganten und Newcomer wie Tesla zu schützen.

Apple testet autonome Fahrtechnik – seit Jahren gibt es anhaltende Gerüchte, dass das Unternehmen selbst mit Partnern in die Automobilproduktion einsteigen könnte. Google investiert viel in Technologien für autonomes Fahren.

“Unsere Marktbewertung befindet sich immer noch im Bereich der alten Autoindustrie”, sagte Diess kürzlich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. “Dies bringt uns ernsthafte Nachteile beim Zugang zu den Ressourcen, die wir benötigen.”

Lili Falk

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