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Tracking: Alphabet-Aktien niedriger: Google kündet das Ende von Werbe-Cookies an – YouTube monetarisiert „Shorts“ | Nachrichten

Das machte Google-Topmanager Matt Brittin am Mittwoch auf der Werbemesse DMEXCO in Köln deutlich. „Der Übergang zu einer Welt ohne Cookies von Drittanbietern bedeutet, dass wir die Technologie überdenken müssen, die einem Großteil des Ökosystems der Online-Werbung zugrunde liegt“, sagte Brittin, die die Aktivitäten von Google in Europa, dem Nahen Osten und Afrika überwacht. Sie müssen neue Lösungen entwickeln, die den Datenschutz in den Mittelpunkt stellen.

Cookies sind kleine Dateien, die ein Browser auf dem Computer oder Smartphone speichert. Da Cookies häufig eindeutige Kennungen enthalten, ermöglichen sie es Websites, ihre Besucher wiederzuerkennen. Sogenannte Cookies von Drittanbietern werden nicht von der besuchten Website selbst platziert, sondern von eingebetteten Inhalten von anderen Websites. Dadurch können Anbieter von Anzeigendiensten Benutzer über verschiedene Seiten hinweg verfolgen.

„Cookies von Drittanbietern sind eine Technologie, die zunehmend missbraucht wird“, sagte Brittin der Deutschen Presse-Agentur. Nutzer empfinden manche Werbung als aufdringlich und nervig und setzen zunehmend Werbeblocker ein. „Ein Werbeblocker ist ein grobes Werkzeug, das es schwierig macht, Inhalte zu finanzieren, weil alles blockiert ist.“

Brittin lehnte ein völliges Verbot personalisierter Werbung ab, weil es die Existenz des kostenlosen, werbefinanzierten Internets gefährden würde. „Das Interactive Advertising Bureau hat in einer Studie festgestellt, dass der Wechsel von personalisierter zu nicht personalisierter Werbung 39 Milliarden US-Dollar pro Jahr kosten könnte.“

Brittin verwies auf ein alternatives Konzept namens „Themen“, bei dem der Browser selbst ein Interessenprofil erstellt, ohne Daten an Werbetreibende weiterzugeben, die für eine spezifische Identifizierung verwendet werden können. „Wir stellen eine neue Technologie bereit, die es Benutzern ermöglicht, relevante Anzeigen zu sehen, ohne ihre Privatsphäre zu gefährden oder über verschiedene Websites hinweg verfolgt zu werden.“

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Gleichzeitig machte Brittin deutlich, dass es keine Schonfrist mehr für die Annahme von Third-Party-Cookies gibt. Die Alphabet-Tochter Google hatte bereits Anfang 2020 angekündigt, die Unterstützung für Werbe-Cookies im eigenen Chrome-Browser auslaufen zu lassen. Nach Protesten der Werbewirtschaft wurde diese Frist bis in die „zweite Jahreshälfte 2024“ verlängert. Dieser Termin steht fest, sagte er.

Auf der DMEXCO in Köln hat Google zwei weitere neue Tools angekündigt, um datenschutzfreundliche Werbung zu ermöglichen. Der „Google Ads Privacy Hub“ soll Werbetreibenden dabei helfen, neue datenschutzfreundliche Werbelösungen zu verstehen. Das zweite Tool ist für Nutzer: „Mein Anzeigencenter“ soll Nutzern mehr Kontrolle über die Anzeigen geben, die sie auf YouTube, in der Google-Suche und auf Discover sehen möchten. In diesem Bereich können Sie auswählen, welche Werbung Sie sehen möchten und welche nicht.

YouTube will mit Geld für Kurzfilme Kreative aus TikTok locken

Künftig will YouTube auch Kurzvideo-Ersteller an seinen Werbeeinnahmen beteiligen. Dies bringt Änderungen für das am Dienstag (Ortszeit) in Los Angeles vorgestellte YouTube-Partnerprogramm mit sich. Finanziell profitieren die „Creators“ bisher nur von den Werbeeinnahmen, die die Videoplattform Google auf der Hauptplattform YouTube generiert.

Kurzvideos auf ‚Shorts‘, mit denen YouTube seit 2020 dem chinesischen Konkurrenten TikTok Konkurrenz macht, wurden noch nicht monetarisiert. Sie dienten oft nur dazu, Nutzer mit längeren Videos auf einen YouTube-Kanal zu locken.

Laut YouTube-Chefin Susan Wojcicki hat die Google-Tochter über das 2007 gestartete YouTube-Partnerprogramm mehr als 50 Milliarden US-Dollar an YouTuber, Künstler und Medienunternehmen ausgeschüttet. Die auf „Shorts“ geposteten Videos wurden jedoch nicht aufgenommen. Laut YouTube hat der Kurzvideodienst inzwischen 30 Milliarden Aufrufe pro Tag und mehr als 1,5 Milliarden Nutzer, die sich mindestens einmal im Monat anmelden.

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Ab Anfang nächsten Jahres werden YouTube-Partner an den Einnahmen sowohl auf der Hauptplattform von YouTube als auch auf „Shorts“ beteiligt. „Short-fokussierte“ Creator können sich für das Programm anmelden, wenn sie innerhalb von 90 Tagen mindestens 1.000 Abonnenten und 10 Millionen Short-Views erreichen.

Das Unternehmen wird außerdem Creator Music einführen, einen Online-Katalog, der es YouTube-Erstellern ermöglichen wird, urheberrechtlich geschützte Musik für die Verwendung in Videos in voller Länge zu lizenzieren. YouTuber, die nicht für Lizenzen zahlen möchten, können Werbeeinnahmen auch mit Urheberrechtsinhabern teilen. Bisher haben viele YouTuber lizenzfreie Musik verwendet oder ihren Videos drohte, wegen Urheberrechtsverletzungen offline genommen zu werden.

Die Aktien von Alphabet fielen schließlich um 1,79 Prozent an der NASDAQ auf 100,01 $.

/chd/DP/zb

KÖLN (dpa-AFX)

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Bildquellen: Denis Linine/Shutterstock.com, Justin Sullivan/Getty Images

Lili Falk

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