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Risiken im Überblick: Das erwartet Goldman Sachs für das zweite Halbjahr 2021 | Botschaft

?? Erfolgreiches erstes Halbjahr 2021 für Aktien
?? Goldman Sachs sieht Stagnation in H2
?? Umzug empfohlen für die zweite Jahreshälfte

Im ersten Halbjahr 2021 konnten viele Investoren Rückkehr sich auf etwas freuen. Zunehmende Fortschritte bei der Impfung, anhaltende wirtschaftliche Bemühungen mehrerer Regierungen und die Hoffnung auf eine breite wirtschaftliche Erholung haben viele Indizes in diesem Jahr bisher zweistellig steigen lassen. Im ersten Halbjahr legte der deutsche Leitindex DAX um 13,21 Prozent zu, der EURO STOXX 50 um 14,4 Prozent, der Dow Jones Industrial um 12,73 Prozent und der marktweite US-Index S&P 500 um 14,41 Prozent. Ein paar Beispiele.

Zweite Jahreshälfte von diversen Sorgen geplagt

Allerdings wächst nun die Sorge, dass die Phase der weit offenen Geldsperren der Notenbanken wieder zu Ende gehen und die Zinsen schrittweise wieder angehoben werden könnten. Zudem führten wachsende Sorgen um die schnell wachsende Delta-Variante in den letzten Wochen immer wieder zu starken Schwankungen an den Aktienmärkten. Sollten Anleger also darauf vorbereitet sein, dass die zweite Jahreshälfte schwächer ausfällt als in den sechs Monaten zuvor?

Konsolidierung kommt?

Geht es nach der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, sollte sich der positive Trend im zweiten Halbjahr 2021 sogar abschwächen. Wie das Finanzinstitut in einem Business Insider vorliegenden Kundenbericht schreibt, dürften sich die Aktienmärkte vor allem gegen Jahresende konsolidieren. Das sieht auch Wellenreiter Invest-Experte Robert Rethfeld so, wie er gegenüber tagesschau.de sagte: „Das zweite Halbjahr wird wohl von Stagnation und sogar leichten Korrekturen geprägt sein. Die wird es nicht mehr geben.“

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Zyklische Aktien sollten davon profitieren

Goldman Sachs geht davon aus, dass Wachstumswerte, wie insbesondere Technologiewerte, wahrscheinlich von steigenden Zinsen mitgerissen werden. Auf der anderen Seite dürften zyklische Aktien an Attraktivität gewinnen. Daher rät Goldman Sachs Anlegern, sich in der zweiten Jahreshälfte auf kurzfristige Aktien zu konzentrieren, die in naher Zukunft voraussichtlich einen höheren Prozentsatz des Cashflows liefern werden. Als Beispiele nennt Goldman Sachs AT&T, Intel, CVS und Ford.

In Wachstum investiert

Zudem setzt die Investmentbank auf Aktien, die stark in zukünftiges Wachstum investiert haben und bereits im ersten Halbjahr 2021 Stärke gezeigt haben: „Unternehmen, die kontinuierlich in Wachstum investiert haben, haben sich seit Jahresbeginn besser entwickelt als der S&P 500 und sind auch gut positioniert, um trotz des erwarteten Wirtschaftsabschwungs weiter zu wachsen”, heißt es in dem Bericht. Bank Costco, General Motors, Google-Mutter Alphabet und Facebook sind hier mögliche Kandidaten.

Große Preismacht wird bevorzugt

Als weiteres Kriterium für die Auswahl geeigneter Aktien für das zweite Halbjahr nennt die Finanzgesellschaft die Preissetzungsmacht eines Unternehmens. Inwieweit ist es einem Unternehmen also möglich, sich mit seinen Preisen gegenüber Konkurrenten, aber auch gegenüber Kunden durchzusetzen. „Wir empfehlen Anlegern, sich auf Aktien mit hoher Preissetzungsmacht zu konzentrieren, was sich in hohen und stabilen Bruttomargen widerspiegelt. Aktien mit hoher Preissetzungsmacht schnitten 2018-2019 bereits überdurchschnittlich ab, da das Lohnwachstum stieg und die Gewinnmargen sanken“, sagte die Bank. Adobe, Procter & Gamble, Etsy und Activision Blizzard werden namentlich genannt.

Tech-Giganten im Visier der Biden-Administration

Neben dem Inflationsrisiko besteht laut Goldman Sachs ein erschwerendes Risiko, insbesondere für die US-Aktienmärkte. Die Biden-Regierung hat bereits angekündigt, vermehrt große Tech-Unternehmen zur Zahlung aufzufordern. Zudem will der US-Präsident die Übermacht der Tech-Giganten zügeln und mehr Wettbewerb fördern, um Verbraucher und Arbeitnehmer besser zu schützen. Allerdings haben die Tech-Riesen aufgrund ihrer schieren Größe ein erhebliches Gewicht in den Indizes S&P 500 und Dow Jones, das durch Rückschläge bei den Tech-Riesen entsprechend nach unten gezogen werden könnte.

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Letztendlich schätzt Goldman Sachs, dass der S&P 500 das Jahr bei 4.300 Punkten beenden sollte, was etwa 1,3 Prozent unter dem aktuellen Indexstand liegt (Berechnung basiert auf dem Schlusskurs vom 15. Juli 2021).

Die Redaktion von Finanzen.net

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Bildquellen: Chris Hondros/Getty Images, SergeyP/Shutterstock.com

Lili Falk

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