Wissenschaft

Kaffee: gesund oder gesund? | NDR.de – Leitfaden

Status: 09.10.2020 11:40 Uhr

Das beliebteste Getränk unter Deutschen ist Kaffee – jeder trinkt durchschnittlich 150 Liter pro Jahr. In vielen Fällen kann Kaffee positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Zu diesem Schluss kommen britische Forscher, die mehr als 200 Studien ausgewertet haben.

  • Drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag wirken sich normalerweise positiv auf die Gesundheit aus. Mäßiger Kaffeekonsum wurde mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Diabetes in Verbindung gebracht Verbundener Leberkrebs. Auch ein geringeres Risiko für Parkinson, Diabetes und Alzheimer Depression wird vermutet.
  • Übermäßiger Kaffeekonsum bei schwangeren Frauen kann sich jedoch negativ auf die Gesundheit des heranwachsenden Kindes auswirken. Mögliche Folgen sind ein unterdurchschnittliches Geburtsgewicht oder eine Frühgeburt.
  • Frauen, die an Osteoporose leiden, sollten ihren Kaffeekonsum reduzieren.

Trotz aller Beweise, dass Kaffee gesundheitsfördernd ist, warnen Wissenschaftler vor Euphorie. Sie weisen darauf hin, dass neben dem Kaffeekonsum auch andere Faktoren in den Studien eine Rolle spielen können, wie Rauchen, Bewegung und Ernährung.

Kaffee reduziert Entzündungen in der Fettleber

Die positive Wirkung von Kaffee auf den Leberstoffwechsel ist wissenschaftlich belegt. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit alkoholfreiem Nutzen Fettleber, die keine Fettstoffwechselstörung hat, kann bis zu sechs Tassen Kaffee pro Tag trinken. Ein Grund dafür ist die entzündungshemmende Wirkung von Koffein.

Koffein weckt dich

Im Gehirn verdrängt Koffein das müde Adenosin von den Rezeptoren der Nervenzellen. Dies erhöht den Antrieb, die Stimmung, die Wachsamkeit und die Konzentration. Darüber hinaus erhöht Koffein die Denkgeschwindigkeit, erleichtert das Lernen und verbessert das Langzeitgedächtnis.

Kaffee schützt das menschliche Genom

Kaffee kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Eine andere Studie kommt zu dem Schluss, dass Kaffee das menschliche Genom (DNA) vor Schäden schützen sollte. Hierzu wurde der Einfluss von Kaffee auf die DNA von 84 Männern untersucht. Die Hälfte der Probanden trank vier Wochen lang täglich drei bis vier Tassen schwarzen Kaffee. Die andere Hälfte trank im gleichen Zeitraum nur Wasser. Vor und nach der Untersuchung wurde das genetische Material bei allen Studienteilnehmern untersucht. Es wurde gezeigt, dass die DNA von Kaffeetrinkern weniger beschädigt ist als die von Wassertrinkern. Da sich die Probanden nur in ihrem Kaffeekonsum unterschieden, gehen die Forscher davon aus, dass der Kaffee die DNA vor Zerstörung schützte.

Unterschiede zwischen Espresso und Filterkaffee

Es ist nicht bekannt, welche der bis zu 1000 Komponenten im Kaffee welche Effekte hervorrufen. Fast alle Studien betreffen schwarzen Filterkaffee ohne Milch und Zucker. Die Rolle der Sorte und Zubereitung sollte auch berücksichtigt werden:

  • Espresso Enthält weniger Säure als Filterkaffee, da dieser beim langen Rösten verloren geht. Daher schont Espresso den Magen leichter als Filterkaffee.
  • Spreu filtern hat weniger Cafestol und Kaherol – zwei Substanzen, die sich negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken. Sie bleiben im Filter stecken. Wenn Sie einen hohen Cholesterinspiegel im Blut haben, sollten Sie Filterkaffee trinken.

Eine Tasse Kaffee enthält 80 bis 120 Milligramm Koffein. Diese Dosis wirkt durchschnittlich vier Stunden. Durch Zugabe von Milch zum Kaffee kann die Wirkdauer erheblich verlängert werden. Das Fett in der Milch verlangsamt die Aufnahme von Koffein in das Blut. Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn an das Koffein.

Zusatzinformation

Verschiedene Arten von Filterkaffee

Frisch gebrühter Filterkaffee ist eines der beliebtesten Getränke. Wie lecker schmeckt der Kaffee von Dallmayr, Eduscho, Jacobs, Melitta und Tchibo? See

Kaffee und Kaffeebohnen in einem Leinensack. © fotolia foto: sabine hürdler

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Lili Falk

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