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Deutschland verschärft die COVID-Regeln für Herbst- und Winterreisen

BERLIN (dpa) – Das Kabinett von Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet, das sicherstellen soll, dass grundlegende Schutzmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie auch im Herbst und Winter fortgesetzt werden, wenn weitere Virusfälle erwartet werden.

Die Vorstellung der Regeln – die auch die neue Verpflichtung zum Tragen von Gesichtsmasken des Typs N95 auf allen Fernreisen mit Bahn, Bus und Flugzeug umfasst – fiel zeitlich mit der Veröffentlichung von Fotos zusammen, die den Bundeskanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck zeigen Woche ohne Masken nach Kanada geflogen.

Die Fotos lösten in der Öffentlichkeit heftige Kritik an einer angeblichen Doppelmoral von Politikern und einfachen Menschen aus. Derzeit sind medizinische Gesichtsmasken in Flugzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln obligatorisch, obwohl Masken im N95-Stil empfohlen werden.

Justizminister Marco Buschmann und Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagten Reportern, dass spezifische Pandemieregeln, die für die deutsche Luftwaffe gelten, die Regierungsflüge durchführt, eingehalten würden und dass jeder auf dem Flug, einschließlich deutscher Wirtschaftsführer und Reporter, eine PCR erhalten würde. Hat genommen. Test vor dem Einsteigen in das Flugzeug.

Dennoch räumte der Justizminister ein: „Ich würde uns als Bundesregierung politisch raten, überall die gleichen Regeln anzuwenden wie anderswo.“

„Denn sonst hat man natürlich das Gefühl, man will den Bürgern etwas aufzwingen, was man sich selbst nicht aufzwingen will“, ergänzt Buschmann. „Und deshalb kann ich ein bisschen verstehen, dass so viel darüber geredet wird.“

Die neuen Maßnahmen, die vom 1. Oktober bis 7. April gelten, beinhalten neben der verpflichtenden Verwendung von Masken des Typs N95 bei Fernreisen auch eine bundesweite Pflicht zum Tragen und Testen von Masken vor dem Betreten von Krankenhäusern, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen gefährdete Menschen.

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Darüber hinaus werden die 16 deutschen Bundesländer die Macht haben, ihre eigenen Regeln festzulegen, je nachdem, wie stark das Virus ihre Gebiete betrifft. Die Regierungen der Bundesstaaten können beschließen, Gesichtsmasken in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Schulen für Schüler ab der fünften Klasse und bei öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen obligatorisch zu machen. Wenn sich das Virus erneut weit verbreitet, könnte die Anzahl der Personen bei öffentlichen Veranstaltungen begrenzt und Tests erforderlich werden.

Der Justizminister betonte, dass es keine Lockdowns oder Schulschließungen mehr geben werde, unabhängig davon, wie sich die Pandemie in den kalten Jahreszeiten entwickelt.

„Studenten waren sicherlich die Gruppe, die am meisten unter der Pandemie gelitten hat … insbesondere bei der Wahrnehmung ihres Rechts auf Bildung, insbesondere in Bezug auf Schulschließungen“, sagte Buschmann. „Und deshalb bin ich auch froh, dass wir uns schnell einigen konnten, dass das Instrument der Schulschließungen deshalb völlig unverhältnismäßig ist.“

Die neuen Regeln müssen noch zur Zustimmung durch den deutschen Bundestag und Bundesrat gehen, aber es wird erwartet, dass sie verabschiedet werden.

Emilie Geissler

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