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88 Prozent weniger Gebärmutterhalskrebs dank HPV-Impfung

08. Oktober 2020 – 10:47 Uhr Uhr

Eine HPV-Impfung senkt das Krebsrisiko erheblich

Frauen, die als Jugendliche gegen HPV geimpft wurden, entwickeln die Krankheit selten Gebärmutterhalskrebs – satte 88 Prozent weniger. Dies war das Ergebnis einer Auswertung der schwedischen Gesundheits- und Bevölkerungsregister, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden. Für die Analyse wurden Daten von mehr als 1,6 Millionen Mädchen und Frauen über einen Zeitraum von elf Jahren verwendet.

Der Zeitpunkt der Impfung ist entscheidend

Es ist seit langem umstritten, ob und wie gut die Impfung gegen das humane Papillomavirus (HPV), das Gebärmutterhalskrebs verursacht, hilft. In Schweden wurden jetzt Daten von mehr als 1,6 Millionen Mädchen und Frauen von 2006 bis 2017 ausgewertet, die zeigen, dass das Risiko eines Gebärmutterhalstumors bei Mädchen und Frauen, die gegen das HP-Virus geimpft wurden, stark verringert war. Dies hängt jedoch auch vom Alter ab, in dem die Impfung durchgeführt wurde.

Wenn die Studienteilnehmer im Alter zwischen 17 und 30 Jahren geimpft wurden, verringerte sich das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, in den 11 untersuchten Jahren um durchschnittlich etwa die Hälfte. Mit der Impfung vor dem 17. Lebensjahr verringerte sich das Risiko sogar um bis zu 88 Prozent.

Ob die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs hilft, hängt auch davon ab, wann der Impfstoff verabreicht wurde, wie diese Grafik zeigt.

© N Engl J Med 2020; 383: 1340 & ndash; 8. DOI: 10.1056 / NEJMoa1917338 BVF 2020

Die Impfung hilft nicht nur gegen Zellveränderungen, sondern auch gegen Krebs

Neu in der schwedischen Bewertung ist, dass gezeigt wurde, dass die HPV-Impfung nicht nur gegen Vorläufer von Gebärmutterhalstumoren, sondern auch gegen den Krebs selbst helfen kann: „Wir zeigen erstmals auf Bevölkerungsebene, dass die HPV-Impfung nicht nur gegen schützt Zellveränderungen, die Vorläufer von Gebärmutterhalskrebs sind, aber gegen Gebärmutterhalskrebs selbst “, sagte Jiayao Lei vom Stockholm Karolinska Institute in einer Erklärung ihres Instituts.

DR. med. Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbandes der Gynäkologen, sieht die Studie vor allem als Reaktion auf frühere Kritik, wie er auf der Website ‘Gynäkologen im Netz’ des Berufsverbandes erklärt: ‘Diese Daten bestätigen, was seit Jahren beispielsweise aus Australien bekannt ist. : Die HPV-Impfung schützt vor einer Infektion mit den gefährlichsten humanen Papillomaviren; es schützt auch vor den seit vielen Jahren bekannten Krebsvorstufen. Kritiker haben dennoch wiederholt argumentiert, dass Krebserkrankungen selbst nicht weniger selten werden dürfen. jetzt klar widerlegt. “”

Deshalb ist die Impfung auch für Jungen wichtig

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 4.400 Frauen Gebärmutterhalskrebs (Gebärmutterhalskrebs). Jedes Jahr sterben etwa 1.500 Patienten daran. Viele dieser Karzinome werden durch humane Papillomviren (HPV) verursacht, von denen mehr als 200 Varianten bekannt sind, die Genitalwarzen, aber auch Krebs verursachen können. Etwa 40 der bekannten Virustypen betreffen hauptsächlich den Genitalbereich und den Anus. Die Viren werden hauptsächlich durch sexuellen Kontakt übertragen.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine HPV-Impfung für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren, möglichst jedoch vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Bis zum 18. Lebensjahr ist die Impfung krankenversichert. Da HP-Viren nicht nur für Mädchen und Frauen gefährlich sein können, wird empfohlen, auch Jungen in diesem Alter zu impfen.

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Emilie Geissler

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