Technologie

Umweltbund behauptet Autohersteller, Bosch habe absichtlich Emissionen manipuliert

Von Rachel More

BERLIN Deutschlands vier größte Autohersteller und Teilelieferant Bosch haben bei der Entwicklung einer Art Emissionssoftware wissentlich gegen Regeln verstoßen, sagte eine Umweltaktivistengruppe am Donnerstag in einem jahrelangen Rechtsstreit, der einer neuen Welle von Klagen Tür und Tor öffnen könnte.

Audi, Volkswagen, Daimler – jetzt Mercedes-Benz – und BMW beauftragte Bosch mit der Entwicklung einer Technologie, von der sie von Anfang an wussten, dass sie gegen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften verstößt, Umweltaktion Deutschland (DUH) sagte auf einer Pressekonferenz unter Berufung auf interne Branchendokumente, die ihm diesen Sommer von 2006 bis 2015 zugespielt wurden.

Sprecher von Bosch und Volkswagen sagten, die Unternehmen seien sich der Dokumente bewusst und hätten eng mit den Ermittlern zusammengearbeitet. Ein Sprecher für BMW wies alle Vorwürfe des Fehlverhaltens zurück, während Mercedes nicht sofort für eine Stellungnahme zur Verfügung stand.

Staatsanwaltschaft Stuttgart, die die Unterlagen erhalten hat DUHsagten, sie seien sich des Inhalts bereits bewusst und würden nicht weiter nachforschen.

Aber die Nichtregierungsorganisation wird die Dokumente auch mit einem Verwaltungsgericht in Schleswig, Norddeutschland, teilen, das eine von der eingereichte Klage verhandeln wird DUH für 119 Dieselautomodelle, um festzustellen, ob temperaturbasierte Software legal ist.

„Der Europäische Gerichtshof hat mit angenehmer Klarheit bestätigt: Es ist nicht so“, DUH Chef Jürgen Resch sagte und fügte hinzu, er erwarte, dass das deutsche Gericht diesem Urteil folgen werde.

Die Software wurde letzte Woche von einem EU-Obergericht verboten, weil sie den Einsatz von Emissionsminderungstechnologie außerhalb eines bestimmten Temperaturfensters beschränkt hatte.

Volkswagen besteht jedoch darauf, dass die von seiner Software verwendeten Temperaturfenster innerhalb der gesetzlichen Grenzen liegen.

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Die Software, die von fast allen Diesel-Autoherstellern verwendet wird, kann die Einspritzung von Harnstoff, der zur Verringerung der Stickoxidemissionen verwendet wird, vorübergehend reduzieren. Dies kann dazu beitragen, die Motorleistung zu verbessern und das Intervall zwischen dem Nachfüllen von Fahrzeugen mit Harnstoff zu verlängern.

Anders bei der Software, die 2015 den Dieselgate-Skandal von Volkswagen verursachte, die den Schadstoffausstoß von Autos nur in Testszenarien, nicht aber auf der Straße eindämmte.

Die Autohersteller sagen, dass temperaturabhängige Abgassteuerungen vom EU-Recht abgedeckt sind, da sie den Motor vor Schäden schützen können.

Aber die DUH behauptete, ihre Absichten gingen über den Komponentenschutz hinaus und sagte, die internen Dokumente zeigten, dass Bosch wiederholt rechtliche Risiken bei der Entwicklung der Software betonte.

„Das eröffnet Autobesitzern neue Möglichkeiten, Schadensersatz zu verlangen“, sagte Abgasexperte Axel Friedrich gegenüber Reportern DUH.

Verena Holland

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