Wirtschaft

Defizit Gerätesparte: Amazon will laut US-Medien Tausenden Menschen kündigen

Stand: 14.11.2022 20:50 Uhr

Erst Twitter- und Facebook-Mutter Meta, jetzt Amazon: Der Online-Riese will rund 10.000 Stellen abbauen, berichten amerikanische Medien. Von den Kürzungen wäre vor allem der Gerätebereich betroffen.

Der Stellenabbau bei großen US-Tech-Unternehmen scheint weiterzugehen: Laut US-Medienberichten plant der weltgrößte Online-Versandhändler Amazon angesichts der düsteren Konjunkturaussichten den bisher größten Stellenabbau. Der Konzern plant, diese Woche mit dem Abbau von rund 10.000 Stellen zu beginnen, berichtete die New York Times. Die Zeitung setzt auf Insider.

Im Fokus der Kürzungen steht die defizitäre Gerätesparte des weit verbreiteten Konzerns, zu der auch die Sprachsteuerung „Alexa“ und der smarte Lautsprecher Echo gehören. Die New York Times gibt an, dass der Abbau, dessen genaue Höhe noch nicht feststeht, etwa drei Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht.

Amazon suspendiert Mitarbeiter

Bloomberg berichtete dies nach eigenen Angaben später. Laut Wall Street Journal stehen „Tausende“ Arbeitsplätze auf dem Spiel. Amazon äußerte sich zunächst nicht. Die Gruppe hatte zuletzt weltweit rund 1,5 Millionen Mitarbeiter.

Das Unternehmen hatte die Anleger bereits vor einem schwachen letzten Quartal gewarnt und beschlossen, angesichts der erhöhten Inflations- und Rezessionsrisiken Anfang November keine Mitarbeiter mehr einzustellen. Amazon steht nach einer Ausgabenoffensive während der Pandemie unter Druck, die Kosten zu senken. Die Aktie ist in diesem Jahr um mehr als 40 Prozent gefallen.

Unternehmen wollen Kosten sparen

Vor Weihnachten, für das Amazon oft Verstärkung anstellt, würden die Jobverluste das jähe Ende des Tech-Job-Booms signalisieren. Die Schlange amerikanischer Unternehmen, die Entlassungen ankündigen, wird länger. Einige der großen Tech-Konzerne versuchen derzeit, die Kosten zu senken und haben Stellenabbau angekündigt, etwa die Facebook-Mutter Meta und Twitter, die von Tesla-Chef Elon Musk übernommene Kurznachrichtenplattform.

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Lili Falk

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