Freitag, Juni 5, 2026

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StartTop NachrichtenBodo Ramelow zeigt...

Bodo Ramelow zeigt mit dem Mittelfinger auf AfD-Politiker

Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Links) zeigte während einer Debatte im Landtag mit dem Mittelfinger auf AfD-Abgeordneten Stefan Möller. Möller, der auch der Sprecher des AfD-Staates ist, sprach sich bei einer Diskussion über den Umgang mit NSU-Akten zur Verteidigung der Verfassung aus, die er als skandalanfällige Behörde bezeichnete. „Wer alles Wunderbare gesehen hat, ist es nicht, Herr Ramelow?“, Sagte Möller in Richtung des Thüringer Regierungschefs. Ramelow zeigte dann auf Müllers Mittelfinger.

Bodo Ramelow wurde tatsächlich jahrelang vom Amt für den Schutz der Verfassung überwacht. Das Bundesverfassungsgericht befand jedoch, dass jahrelange Aufsicht verfassungswidrig war.

Die thüringische CDU-Fraktion kritisierte scharf Ramelows Aktion. Ramelow und AfD missbrauchten das Parlament „für ihre nutzlosen Sandbox-Spiele“, sagte der Parlamentsdirektor der CDU-Fraktion, Andreas Bühl. Er sprach von „Respektlosigkeit gegenüber dem Landtag“.

Höcke fordert Ramelows Rücktritt

Vorsitzender der AfD-Fraktion Björn Höcke Ramelow schlug einen Rücktritt vor. „Wenn er einen Funken politischer und menschlicher Würde hätte, würde er sich zurückziehen!“ – sagte Höcke in einer Nachricht. Er rief Ramelow an, der seines Amtes nicht würdig war.

Ramelow erhielt Unterstützung von Susanne Hennig-Wellso, der Vorsitzenden der Thüringer Linken Gruppe. „Ein stinkender Finger ist die einzig gute Antwort für eine unentschlossene Person“, schrieb sie auf Twitter.

Hennig-Wellsow selbst sorgte dieses Jahr für Aufsehen, als er im Februar dem seltsam gewählten Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich einen Blumenstrauß zu Füßen warf. Kemmerich trat am 5. Februar mit Hilfe von AfD-Stimmen sein Amt an und trat unmittelbar nach öffentlichem Druck zurück.

Ramelow selbst bereute später auf Twitter.

„Landtag verdient meinen Respekt als Verfassungsorgan. Ich habe es nicht in dem Maße gezeigt, wie ich es heute wollte. Ich werde der AfD jedoch niemals erlauben, meine antifaschistische Haltung zu instrumentalisieren“, schrieb der linke Politiker.

Ikone: Spiegel

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