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Höchster Wert seit April: RKI meldet fast 2.300 neue Koronafälle

Deutschland ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bei der Entwicklung der Koronafiguren weiterhin gut aufgestellt. Mit fast 2.300 Neuinfektionen verschlechtert sich die Situation jedoch. Einige Gemeinden haben die Beschränkungen verschärft.

In Deutschland hat die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit Coronaviren die Schwelle von 2000 erneut deutlich überschritten und ihren höchsten Stand seit Ende April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsbehörden 2.297 neue Koronafälle, teilte das Robert Koch-Institut mit. Die höchste Anzahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen betrug Ende März / Anfang April mehr als 6000.

Laut RKI sind seit Beginn der Corona-Krise mindestens 270.070 Menschen in diesem Land mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Koronainfektionen beträgt 9.384 – seit dem Vortag gab es sechs weitere Todesfälle. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 239.800 Menschen die Infektion überlebt.

Der R-Wert hat sich ebenfalls erhöht

Nach Schätzungen von RKI in Deutschland betrug die Anzahl der Reproduktionen, kurz R-Wert, laut Managementbericht vom Freitag 1,16 (Vortag: 1,07). Dies bedeutet, dass eine infizierte Person im Durchschnitt etwas stärker infiziert ist als eine andere Person. Der R-Wert gibt den Kontaminationsprozentsatz etwa anderthalb Wochen im Voraus an. Darüber hinaus gibt der RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger täglichen Schwankungen. Nach Schätzungen von RKI betrug dieser Wert 1,21 (Vortag: 1,15). Es zeigt den Infektionsprozess vor acht bis sechzehn Tagen.

Mehrere Städte und Bezirke verschrotten Grenzwerte

Einige Städte und Landkreise haben die kritische Grenze für Neuinfektionen von mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. München zum Beispiel ist betroffen. Laut Statistiken des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die täglich aktualisiert werden, hat die Stadt gestern eine Marke von 50,7 erreicht. Die Entwicklung wirkte sich auf das Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison zwischen Bayern München und Schalke 04 aus. Entgegen der Planung fand es im Münchner Stadion ohne Zuschauer statt. Eine weitere Verschärfung der Koronaregeln ist in der Stadt zunächst nicht geplant.

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Die Grenze wurde auch in anderen bayerischen Regionen überschritten. Besonders betroffen sind die Stadt Würzburg (70,38), die Stadt Kaufbeuren (61,51), der Landkreis Garmisch-Partenkirchen (58,78) und der Landkreis Kulmbach (50,11).

Strengere Koronaregeln im Bezirk Cloppenburg

Im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg haben einige Gemeinden jetzt zusätzliche Einschränkungen für das öffentliche Leben. Von gestern bis zum 4. Oktober dürfen sich maximal sechs Personen treffen. Verbände dürfen keine Sitzungen abhalten, Restaurants müssen um 22 Uhr schließen. Die Schulen waren zuvor geschlossen worden.

Die Stadt Löningen und die Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern sind von den Beschränkungen betroffen, wie Bezirksleiter Johann Wimberg sagte. Der Distrikt meldete in der vergangenen Woche 61,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Experten entwickeln Regeln für die Verteilung von Impfstoffen

Bis Ende Oktober muss eine Verordnung über die Verteilung von Impfstoffen eingeführt werden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie beziehen sich auf Regierungskreise. Dementsprechend sollte eine Gruppe von Ärzten, Ethik-Experten und Sozialwissenschaftlern Prinzipien entwickeln. Neben Mitgliedern der Ständigen Impfkommission (Stiko) des RKI sollten auch Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Mitglieder des Deutschen Ethikrates anwesend sein.

Der Grund für diesen Schritt ist, dass das Problem der Verteilung angesichts der anfänglich knappen Impfstoffdosen nicht nur eine medizinische, sondern auch eine ethische und gesellschaftspolitische Dimension hat, heißt es in dem Zeitungsbericht. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte wiederholt dafür plädiert, dass Menschen mit früheren Krankheiten, ältere Menschen und Arbeitnehmer im Gesundheitssystem und in der Krankenpflege grundsätzlich als erste eine Chance bekommen sollten.


Emilie Geissler

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