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Fehlfunktion von Garmin Connect: Smartwatch-Hersteller bestätigt Ransomware-Angriff

Der Garmin-Smartwatch-Anbieter hat immer noch mit einem schwerwiegenden Systemausfall zu kämpfen. Das Unternehmen hat inzwischen bestätigt, dass es Opfer eines Hackerangriffs geworden ist. Die Täter des Verbrechens fordern Lösegeld für die Datenwiederherstellung.

Der Navigationsspezialist Garmin wurde Opfer eines Cyberangriffs, der in den letzten Tagen verschiedene Internetdienste gelähmt hat. Es gab keine Hinweise darauf, dass Angreifer Zugriff auf Kundendaten haben könnten, teilte das Unternehmen am Montag mit. Bereits am Wochenende gab es Online-Berichte, dass Garmin-Dienstfehler auf die Belohnung von Malware zurückzuführen waren.

Garmin hat dies nun bestätigt. Einige der Systeme wurden am Donnerstag codiert. Das Erpressungsprogramm verschlüsselt Computer und verlangt ein Lösegeld, um sie freizuschalten. Neben Privatpersonen haben solche Angriffe bereits Krankenhäuser und lokale Behörden betroffen. Unter anderem scheiterten der Kundenservice und die Internetfunktionen bei Garmin. Garmin warnte, dass es bei der Wiederherstellung des Betriebs immer noch zu Verzögerungen kommen kann.

Der Misserfolg dauert fast eine Woche an

Seit letztem Donnerstag ist die Website des Fitnessstudios verfügbar Garmin Ein Hinweis, dass derzeit ein Serverfehler vorliegt, der die Garmin.com-Domäne und den Garmin Connect-Dienst lähmt. Call Center sind ebenfalls betroffen. “Wir können derzeit keine Anrufe, E-Mails oder Chats online annehmen”, heißt es auf der Website. Laut einer Unternehmenszusammenfassungsseite sollten die einzelnen Versorgungsunternehmen am Montagmorgen wieder funktionieren.

Das Unternehmen schwieg zunächst über die Ursache der Ausfälle – Experten vermuteten jedoch schon früh einen Hackerangriff mit sogenannter Ransomware. Die englischsprachige Website BleepingCompter.com soll von einem Insider erfahren haben, dass das Unternehmen tatsächlich mit WastedLocker-Malware infiziert war. Laut BleepingComputer fordern die Angreifer von Garmin 10 Millionen Dollar.

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Russische Hacker vermutet

WastedLocker soll von der russischen Cybercrime-Gruppe Evil Corp. entwickelt worden sein, die seit mindestens 2007 aktiv ist. Laut US-Finanzministerium soll die Gruppe mehr als 100 Millionen US-Dollar an finanziellem Schaden verursacht haben.

Garmin verkauft Fitness-Tracker, smarte Uhren und Navigationsausrüstung. Aufgrund des Fehlers konnten Geräte keine Verbindung zu Garmin-Diensten herstellen und mit Cloud-Daten synchronisieren. Die Anwendung funktioniert nicht richtig. Benutzer erhalten einen Hinweis auf “Wartungsarbeiten”.

Garmin: Verbindungsdaten bleiben umsichtig, kein Datenverlust

Garmin beruhigt seine Kunden: Alle von Garmin Connect gesammelten Fitness- und Gesundheitsdaten gingen trotz Serverproblemen nicht verloren. Sie werden auf den entsprechenden Geräten gespeichert und später synchronisiert, sobald der Onlinedienst wieder verfügbar ist.

Darüber hinaus hatte Garmin keine Beweise dafür, dass persönliche oder Kundenzahlungsinformationen durch das eigentliche Problem beeinträchtigt wurden.

Die Produktionssysteme des Herstellers sollen von dem Ausfall betroffen sein. Ein Nachrichtenportal aus Taiwan behauptet, eine Nachricht von Lesern erhalten zu haben, dass ichAbteilungen T. Berichten zufolge schickte Garmin sie an verschiedene Abteilungen des Unternehmens. Es heißt, dass unter anderem auch Produktionslinien stillgelegt wurden.

In der Corona-Krise haben Hacker-Angriffe auf Unternehmen auf der ganzen Welt zugenommen. Home-Office-Mitarbeiter gelten als leichtes Ziel, da Netzwerke und Computer außerhalb der Unternehmensnetzwerke häufig weniger sicher sind und die E-Mail-Kommunikation zunimmt. Trojaner und Malware sind häufig in harmlosen E-Mail-Anhängen versteckt.

Emilie Geissler

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