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Deutschlands strengere Regeln für ungeimpfte Reisende treten in Kraft | Nachrichten | DW

Ab Sonntag müssen ungeimpfte Reisende, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, für die Einreise einen negativen Test bestehen.

Die neuen Regeln kommen aus Bedenken, die Ausbreitung der Delta-Variante einzudämmen, und Beamte sind besorgt über mögliche Infektionsspitzen durch Sommerurlauber, die aus dem Ausland zurückkehren.

Was sind die neuen Regeln?

Die Kontrollpflicht gilt für alle nicht geimpften Personen ab 12 Jahren.

Geimpfte Personen und Personen, die sich vom Virus erholt haben, sind von der Testpflicht ausgenommen, müssen jedoch einen Nachweis erbringen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind.

Auch Grenzgänger und Durchreisende sind vom Prüfauftrag ausgenommen.

Schnelltests können frühestens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland durchgeführt werden. Für PCR-Tests beträgt die Grenze 72 Stunden.

Für diejenigen, die aus Gebieten kommen, die als Länder mit Virusvarianten ausgewiesen sind, sollten Schnelltests nicht älter als 24 Stunden sein.

Was hat sich verändert?

Vor der Regeländerung mussten nur Passagiere, die einreisen, einen negativen Test oder einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen.

Jetzt gelten die Regeln für alle Reisenden, die aus dem Ausland kommen, auch für diejenigen, die mit dem Auto, der Bahn oder dem Schiff ins Land einreisen.

Was haben deutsche Beamte gesagt?

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, es werde konsequente Kontrollen und hohe Geldstrafen für jeden geben, der gegen die Regeln verstößt.

“Wer nach Deutschland reist, muss auf eine Kontrolle vorbereitet sein”, sagte er der Boulevardzeitung Foto am Sonntag.

Auf Autobahnen entlang der Grenze werden stichprobenartige Tests durchgeführt, um Warteschlangen von Menschen im Urlaub zu vermeiden.

Jeder, der ohne negativen Test gefunden wird, muss unter Quarantäne gestellt werden. Alle Personen, die aus Nicht-EU-Staaten an Flughäfen und Seehäfen nach Deutschland einreisen, werden kontrolliert, sagte Seehofer.

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Wie ist der Stand der Pandemie in Deutschland?

In Deutschland zieht die Impfwelle nach einem langsamen Start an. Mehr als 61 % der Bevölkerung haben eine Dosis des Impfstoffs gegen COVID-19 erhalten. Mehr als 51 % der Bevölkerung sind inzwischen vollständig geimpft.

Unterdessen nehmen die Coronavirus-Fälle im Land zu. Das deutsche Robert-Koch-Institut für Infektionskrankheiten (RKI) hat am Sonntag 2.097 Fälle registriert – 710 mehr als am Sonntag zuvor.

Auch der Sieben-Tage-Inzidenzwert steigt stetig: Das RKI meldete 17,5 Fälle pro 100.000 Einwohner gegenüber 16,9 am Tag zuvor.

Die deutschen Viruszahlen steigen zwar, bleiben aber derzeit niedriger als in den Nachbarländern wie Frankreich, Spanien und den Niederlanden. Aber die Besorgnis über den hoch ansteckenden Delta-Stamm und die Sommerreisen wächst, die die Fälle in die Höhe treiben.

kmm/rs (dpa, Reuters)

Emilie Geissler

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