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Volkswagen erlaubt keine Aufteilung von Nutzfahrzeugen

Andreas Renschler

Volkswagen hat den Traton im Juni 2019 an die Börse gebracht.


(Foto: dpa)

Düsseldorf Am Ende findet Andreas Renschler einige versöhnliche Worte. Traton hat eine sehr starke Position erreicht und es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als die Führung an neue Hände zu übergeben, schreibt Renschler in einer persönlichen Nachricht an seine Mitarbeiter. Das Unternehmen gab vor wenigen Minuten den Rücktritt des 62-Jährigen als Vorsitzender von Traton und als Mitglied des Volkswagen-Vorstands bekannt. Mit Renschler verliert VW den Manager, der die Lkw-Tochtergesellschaften Scania und MAN zusammengelegt und unter dem Namen Traton gelistet hat.

Renschler-Positionen sind getrennt. VW-Personalchef Gunna Kilian übernimmt die Konzernebene, Matthias Grthndler wird Tratons neuer Chef. Damit reaktivierte VW-Chef Herbert Diess einen alten Bekannten: Gründler war bis vor zwei Jahren Tratons CFO.

Mit Renschler verliert Volkswagen einen der Top-Manager der Lkw-Branche. Dies ist nicht die einzige Änderung, die VW am Dienstagabend bekannt geben musste: Joachim Drees als Vorsitzender der Marke MAN und Thomas Sedran als General Manager der Van-Division.

Es ist eine größere Interpretation, die VW Boss Diess unter Nutzfahrzeug-Tochtergesellschaften eingeführt hat. Die Ursache wird nach dem Umbau der MAN-Niederlassung gemeldet, was zum Verlust von mehreren tausend Arbeitsplätzen führen würde. Die Umstrukturierung sollte den Wettbewerbsnachteil der traditionellen Marke München gegenüber der Konkurrenz ausgleichen. Innerhalb der Gruppe sorgten die von Renschler betriebenen Pläne für großen Aufruhr, da die Betriebsräte einen Identitätsverlust befürchteten.

Die Renovierung machte keine Fortschritte, was zu massiven Meinungsverschiedenheiten zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat führte. Drees war auch von dem Konflikt betroffen, der sich nicht gegen den Arbeitsrat durchsetzen kann, wie in VW-Kreisen gesagt wurde. Sein Ersatz war selbstverständlich. HR-Manager Carsten Intra verlor auch einen Teil seiner Managementunterstützung, wenn er die Wiederernennung verzögert haben soll. Beide müssen jetzt nachgeben.

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Wenn Drees das Unternehmen verlässt, wird Intra jedoch an anderer Stelle im VW-Konzern eine neue Verwendung finden: Er wird Sedran als Vorsitzender von Volkswagen Commercial Vehicles folgen, das Kleinbusse und Lieferwagen produziert. Der Ersatz soll für Sedran eine Überraschung gewesen sein, da er mit einigem Erfolg mit der Umstrukturierung der Division begonnen hatte.

Im Gegensatz zu Renschler wird er die Wolfsburger Gruppe nicht mit sofortiger Wirkung verlassen. Sedran wird nun Gunnar Kilian, Chief Official of Human Resources, beraten, der auf Konzernebene für das Nutzfahrzeuggeschäft verantwortlich ist. Der Vorstand von VW wird mit einer Position sitzen. Zu diesem Zeitpunkt folgte VW Renschlers Vorschlag: Er hatte vor einiger Zeit von innen vorgeschlagen, sich aus dem VW-Vorstand zurückzuziehen, weil er sich ganz auf Traton konzentrieren wollte. Gestorben und einige Aufsichtsräte hatten nicht akzeptiert. Jetzt verlässt er die Welt von VW komplett.

Mehr: Der Gewinn der VW Traton-Tochter fällt um zwei Drittel.

Emilie Geissler

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