Unterhaltung

Schlagerstar Jürgen Drews überrascht im „ZDF-Fernsehgarten“

Aktualisiert am 09.04.2022 15:54

Verabschieden Sie sich ruhig von „Kultschlager“. Am Sonntagnachmittag erklärt Andrea Kiewel „Kultschlager“ zum Motto der neuesten „Fernsehgarten“-Ausgabe. Dann wird es wie erwartet sein – mit zwei Ausnahmen. Ein Abschied von der Bühne und ein Überraschungsgast.

Diese Rezension spiegelt die Sichtweise von Christian Vock wider wie unsere Redakteure mit Meinungen in Texten umgehen.

In dem Letzte Woche wehten ungewöhnliche Geräusche durch den „ZDF-Fernsehgarten“. In Mainz dachte man daran, den Anteil von E-Gitarren und Dezibel drastisch zu erhöhen, daher hieß das Motto „Rock im Garten“. Beim Publikum vor Ort kam es gut an und die Einschaltquoten sind am vergangenen Sonntag nicht ungewöhnlich gesunken. Nur Moderator Andrea Kiewel stellten fest, dass Rockmusik auf ihren Playlists vermutlich nicht überrepräsentiert ist.

Anscheinend geht es ihr genauso.“Fernsehgarten“ selbst, aber an diesem Sonntag muss musikalisch wieder alles beim Alten sein: Statt „Rock“ heißt es jetzt „Kultschlager“ und das macht Kievels Leben nicht nur musikalisch leichter.

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Denn was „Kult“ ist, entzieht sich einer strengen Definition. „Kult“ können Menschen oder Dinge sein, die Teil des kollektiven Gedächtnisses geworden sind, die sich im Sinne eines „Originals“ von der Masse abheben, alt oder alle zusammen sind. Es gibt kein Gerichtsverfahren oder Geschworenengericht, um festzustellen, ob etwas oder jemand zu einer der Kategorien gehört, oder mit anderen Worten, jeder kann mehr oder weniger bestimmen, was „Sekte“ ist.

Katja Ebstein eröffnet Edition „Kultschlager“

In der neusten Ausgabe des „ZDF-Fernsehgarten„Das ist nicht anders, obwohl sich das Alter als Definitionsgrundlage durchgesetzt zu haben scheint. Die musikalische Besetzung hätte vor 30, 40 oder gar 50 Jahren oder so ähnlich aussehen können, wenn es den „Fernsehgarten“ nicht seit 1986 allein gegeben hätte .

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Der Auftakt zu dieser „Kult-Hit“-Parade Katja Ebstein, dessen professionelle musikalische Anfänge bis in die 1960er Jahre zurückreichen. Und obwohl Ebstein, die sich seit Jahrzehnten gesellschaftlich und politisch engagiert, mit dem eher lapidaren Begriff „Kult“ etwas zu oberflächlich abgetan wäre, eröffnet sie das Motto „Kulthit“ dennoch mit einem Medley aus ihrer Gesangskarriere.

Und so beginnt sie, die „Fernsehgarten“-Edition, und wie bei Ebstein scheint das Alter das Hauptkriterium für die Einladung der anderen Künstler gewesen zu sein – Erfahrung könnte man auch sagen. So feiert Bernhard Brink sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und seine Vorgängerin Mary Roos verleiht ihm den Titel „König des Fernsehgartens“, weil er mittlerweile die meisten Auftritte in der Show hat.

„ZDF-Fernsehgarten“: Abschied, Essen, Illusionen

Andererseits feiert sie an diesem Sonntag wohl ihren letzten Auftritt im Fernsehgarten Ireen Sheer, weil die Sängerin ihre Karriere beenden will. Mit tosendem Applaus rein verabschiedete sich deshalb mit einem kleinen Rückblick und einem großen Rosenstrauß aus Kievel. Ob das auch für die anderen Künstler gilt, wissen wahrscheinlich nur die Künstler selbst, aber das Ende ihrer Karriere ist wohl näher als der Beginn ihrer Karriere: GG Anderson, Angelika Milster, Cindy Berger, Wencke MyhreMartin Mann, Wolfgang Ziegler, Dorthe Kollo und Gerd Christian.

Hier scheint sich Andrea Kiewel musikalisch wohler zu fühlen: „Wie oft habe ich dieses Lied schon gesungen“, sagt Kiewel, wenn Wolfgang Ziegler seinen 1987er Hit „Verdammt“ singt. Bleibt die Frage, was diesmal und wann zu den Häppchen des „Kulthits“ passt? ZDF ein Medley aus Kochtipps und Illusionen scheint am besten geeignet zu sein. So gibt es einerseits Ratschläge zum leichten Kochen und andererseits darf Zauberer Hans Klok zwei leicht bekleidete Damen zwischen Kisten hin und her zaubern – so wie es bis in die 1990er Jahre praktiziert wurde.

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Ja, das ist genau das, was man von einem „ZDF-Fernsehgarten“ mit dem Motto „Kulthit“ erwartet. Künstler, die man seit Jahrzehnten kennt, leichte Unterhaltung für zwischendurch und eine Moderatorin, die das Ganze routiniert moderiert, weil sie es schafft, die emotionale Schlagsahne ein bisschen zu treffen. Und so wäre die neueste Ausgabe des „Fernsehgartens“ eine von vielen gewesen, hätte Andrea Kiewel nicht jemanden in petto gehabt, der dem Begriff „Kult“ vermutlich nicht zugestimmt hätte.

Überraschungsgast im „ZDF-Fernsehgarten“: Jürgen Drews

Und so bringt Andrea Kiewel kurz vor Schluss noch einen „nicht angekündigten Überraschungsgast“ auf die Bühne: Jürgen Drews. Wir werden! Jürgen Drews, ein Überraschungsgast? Seit 1989 ist Drews regelmäßig im „Fernsehgarten“ zu sehen, und wenn es nichts Überraschendes gibt, dann singt Drews wie dieses Mal „A Bed in the Cornfield“. Aber diese Aufführung ist eigentlich etwas Besonderes, denn Drews hat kürzlich angekündigt, dass er beruflich zurücktreten werde und will im Herbst dieses Jahres komplett durchdrehen.

Entsprechend wehmütig will Kiewel die Frage nach seinem Karriereende nicht stellen, sondern „How are you?“ „Mir geht es gut. Ich hätte öfter aufhören sollen. Ich hatte noch nie so viel Erfolg“, antwortet Drews lapidar. Und wenn Andrea Kiewel im großen Finale nicht kassiert hätte, hätte Drews die „Kulthit“-Edition kaum passender mit der gefühlt hunderttausendsten Aufführung von „Ein Bett im Kornfeld“ beenden können.

Jürgen Drews

Schlagersänger Jürgen Drews („Ein Bett im Kornfeld“) will seine Karriere beenden und sich Ende des Jahres von der Bühne verabschieden. Das gab der 77-Jährige am Samstagabend in der ARD-Sendung „Die große Schlager-Beachparty“ mit Florian Silbereisen bekannt. (dpa) Copyright Teaserbild: IMAGO/Sven Simon/IMAGO/Franz Waelishmiller / SVEN SIMON

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Odelia Günther

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