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Lücken bei der Kontaktüberprüfung: Die Corona-App funktioniert auf dem iPhone nicht richtig

Die Corona-Warn-App funktioniert nach Recherchen von tagesschau.de auf vielen iPhones einfach falsch. Besitzer werden oft zu spät gewarnt. Die Entwickler haben das Problem erkannt – und den Fehler in Apple gesehen.

Von Dominik Lauck, tagesschau.de

Fünf Wochen nach dem Start der Corona Warning-App sind Probleme mit ihrer Verwendung bekannt geworden. Nach Recherchen von tagesschau.de Auf vielen iPhones funktioniert die Kontaktsteuerung schlecht. Benutzer wurden manchmal wochenlang nicht über die App informiert, ob sie Kontakte zu infizierten Personen hatten oder nicht. SAP, die die Anwendung gemeinsam mit der Deutschen Telekom entwickelt hat, gab den Fehler zu.

“Es gibt Probleme und ich hoffe sehr, dass sie entweder sehr, sehr bald behoben werden oder dass wir einen effektiven Ausweg finden (…), um zu arbeiten und zu arbeiten”, sagt Thomas Klingbeil, Architekt der Corona-Warnanwendungssoftware. in SAP tagesschau.de.

Hintergrundaktualisierung wird nicht aufgerufen

Was ist das Problem? Auch wenn die Corona-Warnanwendung nicht geöffnet ist, sollte sie weiterhin im Hintergrund ausgeführt und die Daten aktualisiert werden. Wenn ein Termin mit einer Person vereinbart wurde, die anschließend positiv auf Coronavirus getestet wurde, sollte das Mobiltelefon den Eigentümer tatsächlich aktiv mit einer Benachrichtigung über das erhöhte Risiko informieren. “Das Problem, das wir haben, ist, dass das Hintergrundupdate nicht vom Betriebssystem aufgerufen zu werden scheint”, sagte Klingbeil.

Die Zeitung “Bild” hatte zuvor ähnliche Probleme mit einigen Android-Geräten gemeldet. Dort war eine Aktualisierung des Hintergrunds im Energiesparmodus nicht oder nur in begrenztem Umfang möglich. “Dies gilt nicht nur für die Corona-Warn-App, sondern für alle Apps auf diesen Smartphones”, sagte das Bundesgesundheitsministerium. Laut Entwickler handelt es sich nicht um eine Fehlfunktion in der Anwendung, sondern um die Einstellungen auf dem Gerät. Dies kann von Benutzern geändert werden.

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Das Gesundheitsministerium stellte sicher, dass der Antrag “jederzeit” funktionierte. Diejenigen, die ihre Einstellungen nicht angepasst haben, wurden nur beim Öffnen der App vor potenziell gefährlichem Kontakt mit einer mit der Krone infizierten Person gewarnt. “Mit der am Mittwoch veröffentlichten Version 1.1.1 können Benutzer diese fehlerhaften Funktionen zur Betriebssystemoptimierung ablehnen”, sagte Jürgen Müller vom SAP-Vorstand. in einem Blogeintrag.

Das iPhone-Problem wurde noch nicht behoben

Im Gegensatz zu Android-Geräten wurde das Problem auf dem iPhone noch nicht behoben. Einige Benutzer berichten an tagesschau.dedass es an mehr als zehn aufeinander folgenden Tagen keine Versöhnung gab. Dies bedeutet, dass sie im Extremfall nur zehn Tage später gewarnt worden wären, dass sie Kontakt mit den Infizierten hatten.

Normalerweise werden die Daten in der Anwendung alle 24 Stunden aktualisiert. Genau dann, wenn es unter dem Punkt “Risikoeinstellung” oder in den Smartphone-Einstellungen liegt. Pro Tag müssen bis zu 14 Datensätze aufgerufen werden – einer für jeden der letzten 14 Tage. “Wenn die App in den letzten zwei Wochen konstant ausgeführt wurde, sollten in den letzten 24 Stunden normalerweise 13 oder 14 Bewertungen angezeigt werden”, erklären die Entwickler. Die Anzahl der empfangenen Dateneinträge sagt nichts darüber aus, ob oder wie viele Kontakte die App anderen Corona-Warn-Apps zugewiesen hat.

Der Fehler liegt im Apple-Betriebssystem

Die Entwickler haben Apple über die Mängel in der Kontaktsteuerung informiert, der Hersteller des iPhone hat nun den Fehler eingestanden. Nach unserem besten Wissen gibt es ein Problem mit dem iOS-Betriebssystem. Dort wird ein Programm namens Scheduler programmiert, das sicherstellt, dass die Corona-Warnanwendung einmal täglich im Hintergrund Daten vom Server abruft.

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“Wir sind völlig auf den regulären Betrieb des Planers angewiesen”, erklärt Peter Lorenz, Entwicklungsleiter bei der Deutschen Telekom tagesschau.de. “Dieses Programm versteckt sich ab und zu.” Dies verhindert, dass der Impuls die Daten vom Server aufruft.

Das Ministerium gibt Fehler zu

Laut Entwicklern wurde das Problem “vor einer Woche” beobachtet. In der Schweiz, in Österreich und Italien haben die dortigen Corona-Anwendungsentwickler ebenfalls relevante Probleme identifiziert. “Wir kannten das Ausmaß des Problems nicht”, sagte Lorenz.

Die Skala wurde erst am Freitag erkannt, als die Entwickler nach Fehlerberichten auf Android auch das Betriebssystem von Apple genauer unter die Lupe genommen hatten. “Die Entwickler arbeiten hart daran, die mit dem System verbundenen Einschränkungen zu umgehen, bis Apple das Systemproblem selbst gelöst hat”, sagte das Gesundheitsministerium in der Anfrage. SAP-Sprecher Hilmar Schepp war überzeugt, dass es “Anfang nächster Woche” eine vorübergehende Lösung geben werde, um den Fehler zu umgehen.

Codes werden weiterhin ausgetauscht

Android- und Apple-Smartphones tauschen jedoch anonyme Codes mit anderen Smartphones aus, ohne den Hintergrund zu aktualisieren, versichern die Entwickler. Wenn jedoch keine Hintergrundaktualisierung vorhanden ist, wird ein Benutzer nur dann über ein Infektionsrisiko informiert, wenn er die Anwendung öffnet.

Wie viele Geräte von den Problemen betroffen sind, ist nicht bekannt. Die App wurde in Deutschland insgesamt 16,2 Millionen Mal heruntergeladen. Am Nachmittag hatte das Gesundheitsministerium angekündigt, dass das Problem mit dem Update der Hintergrundunterbrechung auf dem iPhone nicht aufgetreten sei. “Im Moment können wir sagen, dass nicht alle Android-Geräte betroffen waren, sondern nur bestimmte”, sagte eine Sprecherin.

Die Anwendung soll die Infektionsketten brechen

Die Corona Warn App wurde am 16. Juni veröffentlicht. Es soll helfen, die Infektionsketten aufzuspüren und zu brechen. Es kann Menschen auch dabei helfen, ihre Testergebnisse so schnell wie möglich nach einem Corona-Virentest digital abzurufen, und potenzielle Kontakte über die App anonym benachrichtigen, wenn sie die App installiert haben.


Emilie Geissler

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