Dynamo Dresden hat zum Auftakt der neuen Saison in der 2. Bundesliga einen ernüchternden Rückschlag hinnehmen müssen. Beim 1. FC Nürnberg unterlagen die Sachsen mit 0:3 (0:2). Zum entscheidenden Mann des Spiels wurde Mohamed Alì Zoma, der vor 41.622 Zuschauern alle drei Nürnberger Treffer erzielte.
Zoma führt Nürnberg mit drei Toren zum Auftaktsieg
Dabei begann die Partie aus Dresdner Sicht durchaus vielversprechend. Bereits nach elf Sekunden kam Dynamo zur ersten Gelegenheit. Jakob Lemmer erreichte eine Hereingabe von der linken Seite, setzte seinen Abschluss jedoch knapp neben das Tor.
In den folgenden Minuten entwickelte sich zunächst eine offene und temporeiche Begegnung. Allerdings wurde früh deutlich, dass die Gäste insbesondere auf ihrer rechten Abwehrseite Schwierigkeiten hatten. Nürnberg nutzte diesen Raum wiederholt und brachte mehrere gefährliche Flanken in den Dresdner Strafraum.
Dynamo-Abwehr bekommt Zoma nicht unter Kontrolle
In der neunten Minute führte genau diese Schwachstelle zum ersten Gegentreffer. Nach einem Doppelpass auf der linken Nürnberger Angriffsseite setzte sich Zoma deutlich gegen Jonas Sterner durch und drang in den Strafraum ein. Sein Schuss aus rund 15 Metern ließ Dynamo-Torhüter Tim Schreiber keine Abwehrchance.
Dresden reagierte unmittelbar und hätte beinahe den Ausgleich erzielt. Nach einer Hereingabe von links kamen die Gäste mehrfach zum Abschluss, doch die Nürnberger Defensive warf sich entschlossen in die Schüsse und verhinderte den Treffer.
In der Folge hielt Dynamo die Begegnung zwar über längere Phasen offen, entwickelte vor dem gegnerischen Tor jedoch zu wenig Durchschlagskraft. Beim entscheidenden Pass fehlte häufig die Genauigkeit, auch die Abschlüsse waren nicht präzise genug.
Dresden mit Problemen bei Tempo und Reaktionsschnelligkeit
Auf der Gegenseite blieb Zoma für die Dresdner Defensive kaum zu kontrollieren. Die Geschwindigkeitsdefizite auf der rechten Abwehrseite und teilweise auch im Zentrum wurden zunehmend sichtbar. Hinzu kamen Probleme bei der Handlungsschnelligkeit in entscheidenden Situationen, die Trainer Thomas Stamm nach der Partie ebenfalls kritisierte.
Besonders deutlich zeigte sich dies kurz vor der Halbzeit. Nach einem Foul von Thomas Keller erhielt Nürnberg einen Freistoß. Der direkte Versuch blieb zunächst in der Mauer hängen. Den anschließenden Schuss von Tim Janisch konnte Schreiber noch an die Latte lenken.
Doch die Dresdner Defensive reagierte beim zweiten Ball zu langsam. Zoma stand richtig und verwertete den Abpraller in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:0. Nach einer Überprüfung durch den Video-Assistenten wurde der Treffer bestätigt.
Damit ging Dynamo mit einer schwierigen Ausgangslage in die Pause.
Schreiber hält Elfmeter – Zoma trifft im Nachschuss
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es Dresden nicht, die entscheidenden Schwächen abzustellen. Bei der Entstehung des dritten Nürnberger Treffers kamen die Gäste erneut mehrfach einen Schritt zu spät.
Zunächst foulte Keller Rafael Lubach. Beim anschließenden Freistoß überraschte Nürnberg die Dresdner Defensive mit einem Chipball. Der eingewechselte Simon Straudi reagierte gegen Lubach ebenfalls zu spät und verursachte einen Strafstoß.
Zoma trat an, scheiterte zunächst am gut reagierenden Schreiber. Doch erneut war der Nürnberger Angreifer beim Abpraller schneller als die Dresdner Verteidiger. In der 75. Minute erzielte er im Nachschuss seinen dritten Treffer und sorgte damit endgültig für die Entscheidung.
Dynamo Dresden muss nach dem Fehlstart reagieren
Für Dynamo Dresden endete der erste Spieltag damit mit einer deutlichen 0:3-Niederlage. Trotz eines engagierten Beginns fehlten den Sachsen vor allem defensive Stabilität, Tempo und Präzision in den entscheidenden Situationen.
Der 1. FC Nürnberg nutzte diese Schwächen konsequent aus und konnte sich insbesondere auf den dreifachen Torschützen Mohamed Alì Zoma verlassen. Für Dynamo gilt es nun, die Fehler des Saisonauftakts schnell aufzuarbeiten und in den kommenden Zweitliga-Partien eine deutlich stabilere Leistung zu zeigen.

