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Deutschland verschiebt Atomausstieg, um Energieknappheit auszugleichen | Deutschland

Der geplante Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft bis Ende dieses Jahres sei offiziell verschoben worden, um die Energieversorgung während eines zu erwartenden Engpasses in diesem Winter aufrechtzuerhalten, teilte Wirtschaftsminister Robert Habeck am Dienstag mit.

Die Entscheidung folge einer Stromknappheit aus Frankreich, weil mehr als die Hälfte der Kernkraftwerke vom Netz seien, sagte Habeck vor Journalisten in Berlin.

Die daraus resultierende Lücke in der Stromversorgung werde „mit Sorge“ beobachtet, da Europas Energienetz zu stark unter Druck zu geraten drohe, was zu Stromausfällen führen könne. Der Strom, den Deutschland nicht aus Frankreich beziehen kann, wird durch Strom aus Gaskraftwerken in Deutschland kompensiert. Damit sind aber auch die wertvollen Gasvorräte aufgebraucht, die Deutschland bis zum Wintereinbruch zu schonen versucht.

Die drei verbleibenden deutschen Kernkraftwerke sollten bis Ende dieses Jahres abgeschaltet werden, das Ende eines elfjährigen Prozesses. Den Atomausstieg hat die Regierung von Angela Merkel nach der Katastrophe von Fukushima 2011 in Japan beschlossen.

Habeck hat sich lange gegen Forderungen gewehrt, die Kraftwerke in Süddeutschland – Isar 2 und Neckarwestheim 2 – auszubauen, da Deutschland mit der Verzögerung seiner Gaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 durch Russland fertig werden und diese dann komplett schließen musste. früher in diesem Monat. Aber seine Argumente gegen den Betrieb der Fabriken wurden immer schwieriger zu verteidigen. Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die Abschaffung der Kernenergie, spricht sich aber für eine vorübergehende Ausweitung der Nutzung der Kraftwerke aus.

Habeck hatte Anfang dieses Monats angekündigt, dass die Anlagen in einen Standby-Modus versetzt werden, aber im Wesentlichen offline bleiben, wenn sie nicht benötigt werden.

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Seine Entscheidung stellt eine unruhige Kehrtwende dar, obwohl Habeck sagte, es sei eine Reaktion auf die aktuelle Situation, einschließlich einer von ihm so genannten Eskalation der Situation in Russland, „die sich ziemlich dramatisch entwickelt“, und er widersetzte sich populistischen Forderungen. .

Habeck sagte, die notwendigen Gesetzesänderungen für den Ausbau der Fabriken würden Ende nächsten Monats im Bundestag abgestimmt.

Als Reaktion auf Sicherheitsbedenken und die Frage, ob Kernkraftwerke Hackerangriffen und terroristischen Bedrohungen ausgesetzt sein könnten, sagte Habeck, die Regierung sei sich der Bedenken bewusst und tue „ihr Möglichstes“, um sie zu schützen.

Die deutschen und dänischen Behörden haben am Dienstag Beweise geprüft, die darauf hindeuten, dass die Nord Stream-Pipelines 1 und 2 am Montagabend vorsätzlich durch Sabotage beschädigt wurden, nachdem in ihnen dramatische Druckabfälle und Hinweise auf Gaslecks in der Ostsee mit möglichen Explosionen aufgetreten waren. Der Finger wurde unweigerlich auf Russland als möglichen Schuldigen gezeigt. Der Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Anfälligkeit der europäischen Energieinfrastruktur geweckt.

Emilie Geissler

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