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Der erste Todestag von Jan Fedder: ein Interview mit der Witwe Marion Fedder – Hamburg

“Liebe ist unsterblich” (ernsthafte Inschrift)

Heute, am 30. Dezember vor einem Jahr, starb Jan Fedder im Alter von 64 Jahren in seiner Wohnung in St. Pauli. Bei dieser Gelegenheit traf BILD Marion Fedder (54), die Witwe des großen Hamburger Volksschauspielers.


Marion Fedder will nächstes Jahr eine Stiftung gründen, die beispielsweise Frauenhäuser oder Matrosenheime unterstützt.Foto: Andreas Costanzo

BILD: Wie geht es dir?

Marion Fedder: „Es war ein ereignisreiches und tragisches Jahr für mich. Der Verlust von Jan traf mich hart. Ich vermisse ihn sehr! Dieses Jahr habe ich versucht, seine Wünsche zu erfüllen und bereits begonnene Projekte fortzusetzen. Das war viel. Er hat jetzt ein schönes Grab auf dem Ohlsdorfer Friedhof, seine Autobiografie ‘Immortal’ wurde veröffentlicht, eine Gedenktafel für Michel wurde verschoben, die Neuauflage seiner CDs, ein Hörbuch, sein Fahrzeug in der Metropolregion und sein Privatwagen wurden versteigert zugunsten von Michel und vielem mehr. “”


Jan Fedder starb am 30. Dezember 2019 in seiner Wohnung in St. Pauli an einem plötzlichen Herztod

Jan Fedder starb am 30. Dezember 2019 in seiner Wohnung in St. Pauli an einem plötzlichen HerztodFoto: dpa

Was kommt als nächstes?

Fedder: „Jan hatte einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und war vor allem menschlich. Er hat immer geholfen, wenn er konnte. Hatte ein Wort der Ermutigung an alle. Ich und viele Menschen vermissen seinen Humor, seine Stimme, seinen unnachahmlichen Hamburger Stil. Deshalb möchte ich im nächsten Jahr in seinem Namen und in seinem Interesse eine Stiftung gründen, um bedürftige Hamburger Institutionen zu unterstützen. Dies kann ein Frauenhaus, ein Seemannsheim oder andere Einrichtungen sein. Ich werde einen Teil des Nachlasses dafür nutzen. Das Wichtigste für Jan wäre gewesen, wenn eine Straße nach ihm benannt worden wäre. Gespräche finden natürlich bereits im Hafen statt. “”

Wie sehr tut der Abschied weh?

Fedder: “Sehr! Ich denke jeden Tag an ihn und so viel dreht sich um ihn. Es fühlt sich an, als wäre es immer noch da und es bleibt so. Sie sagen:” Niemand ist weg von dem, den du liebst. ” Ich vermisse sein großes Herz, seinen Humor, sein nervöses, aber sehr liebenswertes Auftreten. Seine Menschlichkeit und die wundervollen Jahre, die ich mit ihm verbracht habe. “

Was gibt Kraft in schwierigen Stunden?

Fedder: „Das Mitgefühl meiner Familie, guter Freunde und vieler Menschen, die ich getroffen habe, hat mich gestärkt. Ich schaue also positiv in die Zukunft. Außerdem habe ich noch viel zu tun …lacht) – das ist eine gute Ablenkung. “”

Wie oft besuchen Sie das Grab in Ohlsdorf?

Fedder: „Einmal in der Woche gehe ich zum Grab und grüße Jan, ob alles in Ordnung ist. Ich bin dort selten allein. Jan empfängt viele Besucher. Ca. Jeden Tag kommen 50-100 Leute vorbei. Natürlich gibt es noch Post. Ich habe bereits ungefähr 1000 Briefe gesammelt. “”

Wer schreibt?

Fedder: „Die Briefe kommen aus aller Welt. Von Menschen, die ihn getroffen haben und denen er etwas Besonderes mitgenommen hat. Menschen, die ihn als Familienmitglied sahen, weil sie jahrelang Nacht für Nacht mit ihm vor dem Fernseher saßen. “”

Wie war das erste Weihnachten ohne ihn?

Fedder: “Es gab Tage, die dein Herz sehr schwer gemacht haben.”


Ewige Liebe: Fedder heiratete seine Marion am 15. Juli 2000 im Michel

Ewige Liebe: Fedder heiratete seine Marion am 15. Juli 2000 im MichelFoto: Weg! / Jansen

Wie läuft es privat?

Fedder: „Ich bin eine starke Frau und jetzt gehe ich ohne Jan. Jan war ein guter Berater, mein engster Vertrauter. Er sagte immer: „Ich habe mein Leben so gelebt, wie ich es wollte. Das solltest du auch tun: leben, lieben, lachen. Versteck dich nicht. ‘ Mal sehen, ob ich kann. Aber es ist schon Licht am Horizont. “”

Dein Wunsch am Tag deines Todes?

Fedder: „Ich werde seine Wohnung und die Farm vollständig beleuchten, und es wäre unglaublich, wenn alle Leute, die noch an ihn denken, ein wenig Licht ins Fenster bringen würden. Wie damals bei den Seeleuten. Sie haben immer ein Licht im Fenster gelassen, damit sie ihren Weg nach Hause finden konnten. “”

Fedder-Talk im Fernsehen


Beckmann mit Maria Ketikidou

Beckmann mit Maria KetikidouFoto: NDR / Beckground TV / Martin Kaeswur

Erinnerungen auch im Fernsehen!

Kultredner Reinhold Beckmann (64) zeigt am Mittwoch “Jan Fedder – Was bleibt?” (20.15 Uhr, NDR) sprach mit alten Begleitern wie Sternekoch Tim Mälzer (49) und “Großstadtrevier” -Kollegin Maria Ketikidou (54).

Beckmann zu BILD: „Jan hatte immer Angst, nach seinem Tod vergessen zu werden. Das Gegenteil ist eher der Fall. Eines ist sicher: Fedder bleibt! “”

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Odelia Günther

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