ZDF-Fernsehgottesdienst "Einsetzen für Achtung und Toleranz"
Büren-Wewelsburg (Kreis Paderborn) - Am 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird der ZDF-Fernsehgottesdienst ab 9:30 Uhr aus der Wewelsburg übertragen.
Aufgrund ihrer Geschichte ist die Dreiecksburg bei Paderborn ein angemessener Ort am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz: Wo heute Historisches Museum des Hochstifts Paderborn, die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 sowie eine Jugendherberge sind, sollte während des Nationalsozialismus ein ideologisches Zentrum der SS entstehen. KZ-Häftlinge aus dem nahe gelegenen Konzentrationslager Niederhagen wurden in den Mauern der Wewelsburg auf brutale Weise zu Bauarbeiten gezwungen.
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„Verwandelt und frei“ ist das Thema des evangelischen Gottesdienstes, für den bereits alle Platzkarten vergeben sind. Der Gottesdienst gehört zur Reihe der ZDF-Fernsehgottesdienste unter dem Motto „Reformation und Toleranz“ im Jahr 2013. Damit nimmt er das diesjährige Thema der Lutherdekade der Evangelischen Kirche in Deutschland auf. Im Zentrum werden die heilsamen Erfahrungen von Erinnerung und Verwandlung stehen, aus denen die Verantwortung erwächst, sich für eine von Achtung und Toleranz geprägte Gesellschaft einzusetzen.
Die Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Anke Schröder, die Leiterin des Kreismuseums, Kirsten John-Stucke, Gemeindepfarrerin Almuth Reihs-Vetter (Ev. Kirchengemeinde Büren-Fürstenberg, Pfarrbezirk Wewelsburg), Vikar Björn Corzilius (Abdinghof-Pfarrbezirk der Ev.-Luth- Kirchengemeinde Paderborn), Schulreferent Dr. Markus Hentschel (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn) und der Leiter des kreiskirchlichen Amtes für Jugendarbeit, Volker Kohlschmidt (Verein „Gedenktag 2. April in Wewelsburg – Wider das Vergessen und für Demokratie e.V.“). Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Martin Hoffmann singt die Abdinghof-Capella mit der Solistin Yang Hee Cho (Sopran) und Judith Hoffmann (Flöte) Werke von Johannes Brahms und Heinrich Kaminski.
Intensiv vorbereitet wurde der Gottesdienst seit März 2012. Dabei wurde mit der Senderbeauftragten für ZDF-Fernsehgottesdienste, Pfarrerin Elke Rudloff, ein Konzept entwickelt. Insgesamt acht Treffen mit dem Vorbereitungsteam begleitete die verantwortliche Senderbeauftragte einschließlich der Live-Übertragung. Zur Vorbereitung gehörte auch ein dreitägiges Kamera-Coaching in Berlin, an dem Superintendentin Anke Schröder und Vikar Björn Corzilius teilnahmen. Dort entstand die Videobotschaft, die im Internet auf den Gottesdienst aufmerksam macht.
Der 45-minütige ZDF-Gottesdienst beginnt am 27. Januar mit einem kurzen Vorfilm, der über die Geschichte der Wewelsburg und den Ort informiert. Die Zuschauer sind aufgerufen, für den Verein „Gedenktag 2. April in Wewelsburg – Wider das Vergessen und für Demokratie e.V.“ zu spenden. Umfassende Informationen unter: www.zdf.fernsehgottesdienste.de und www.wewelsburg.de. Nach der Sendung gibt es bis 14 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der evangelischen Kirche: 01803 / 67 83 76.
Das ZDF überträgt seit mehr als 30 Jahren jeden Sonntag von 9:30 bis 10:15 Uhr einen Gottesdienst. Dabei wechseln sich katholische und evangelische Gemeinden ab. Im Jahresdurchschnitt verfolgen die evangelischen Gottesdienste etwa 700.000 Zuschauer an ihren Fernsehgeräten. 
Die Vorbereitungsgruppe des ZDF-Fernsehgottesdienstes, der am 27. Januar, ab 9.30 Uhr live aus der Wewelsburg gesendet wird, während einer Probe: (v. l.) Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter, Kirchenmusikdirektor Martin Hoffmann, Vikar Björn Corzilius, Superintendentin Anke Schröder, Schulreferent Dr. Markus Hentschel, der Vorsitzende des Vereins „Gedenktag 2. April in Wewelsburg – Wider das Vergessen und für Demokratie e.V.“, Volker Kohlschmidt, Museumsleiterin Kirsten John-Stucke und die Senderbeauftragte für ZDF-Fernsehgottesdienste, Pfarrerin Elke Rudloff. (Foto: Heide Welslau)
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