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Paderborner-Blatt / Regionales / Schmallenberg-Virus jetzt auch in Rinderzuchtbetrieb

Schmallenberg-Virus jetzt auch in Rinderzuchtbetrieb

Lichtenau (Kreis Paderborn) - Das Schmallenberg-Virus ist erstmalig in einem Rinderzuchtbetrieb im Kreis Paderborn nachgewiesen worden. Betroffen ist ein Hof in Lichtenau. Das tot geborene Kalb kam mit den für den Virus typischen Missbildungen zur Welt.

Der Erreger wurde durch eine virologische Untersuchung nachgewiesen. Bestätigt worden war das so genannte Schmallenberg-Virus seit Ende Januar auch in zehn Schafzuchtbetrieben in Altenbeken, Borchen, Büren, Delbrück, Lichtenau und Salzkotten. In einem Schafzuchtbetrieb steht das Ergebnis noch aus. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Der letzte Verdachtsfall (Schafzuchtbetrieb) war dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kreises Paderborn am 15. Februar gemeldet worden.

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Symptome des Schmallenberg-Virus sind Fieber, verschlechtertes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit sowie starker Milchrückgang. Die Tiere werden nach ein paar Tagen wieder gesund. Werden allerdings trächtige Tiere infiziert, so können zeitverzögert Frühgeburten, tot- oder kaum überlebensfähig geborene Tiere mit zum Teil erheblichen Missbildungen auftreten. Der Virus ist komplett neu. Impfungen oder Schutzmaßnahmen gibt es derzeit nicht. Auch besteht weder eine Anzeige- noch Meldepflicht. Der Erreger ist für Schafe, Ziegen und Kühe gefährlich. Er wird durch Stechmücken übertragen.

Für Menschen
ist der Erreger nach Auskunft des Friedrich Loeffler-Instituts, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, nicht gefährlich. Der Erreger war erstmals im vergangenen Herbst bei Rindern und Schafen in den Niederlanden entdeckt worden.

Im Kreis Paderborn sind rund 520 Schafzuchtbetriebe mit ca. 16.000 Schafen und 915 Rinderbetrieb mit ca. 50.000 Tieren registriert.

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