Schmallenberg-Virus im Kreis Paderborn: Sieben bestätigte Fälle in Schafbeständen
Kreis Paderborn - Das Schmallenberg-Virus ist bislang in sieben Schafzuchtbetrieben nachgewiesen worden. In neun Verdachtsbetrieben konnte Entwarnung gegeben werden. In neun Betrieben, darunter zwei Rinderzuchtbetriebe, stehen die Ergebnisse noch aus.
Gegen- und Schutzmaßnahmen gibt es derzeit keine. Auch besteht weder Anzeige- noch Meldepflicht. Der leitende Kreisveterinärdirektor Dr. Klaus Bornhorst bittet gleichwohl alle Tierhalter, sich bei Verdacht mit den Kreisveterinären in Verbindung zu setzen, 0 52 51 / 308 - 482, per eMail
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Symptome des Schmallenberg-Virus sind Fieber, verschlechtertes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit sowie starker Milchrückgang. Die Tiere werden nach ein paar Tagen wieder gesund. Werden allerdings trächtige Tiere infiziert, so können zeitverzögert Frühgeburten, tot- oder kaum überlebensfähig geborene Tiere mit zum Teil erheblichen Missbildungen auftreten. Der Virus ist komplett neu. Impfungen oder Schutzmaßnahmen gibt es derzeit nicht. Der Erreger ist für Schafe, Ziegen und Kühe gefährlich. Er wird durch Stechmücken übertragen.
Für Menschen ist der Erreger nach Auskunft des FLI nicht gefährlich. Das Virus war erstmals im vergangenen Herbst bei Rindern und Schafen in den Niederlanden entdeckt worden.
Im Kreis Paderborn sind rund 520 Schafzuchtbetriebe mit ca. 16.000 Schafen und 915 Rinderbetrieb mit ca. 50.000 Tieren registriert.













