Keine neuen EHEC- oder HUS-Erkrankungen im Kreisgebiet
Kreis Paderborn - Im Kreis Paderborn sind keine neuen EHEC- oder HUS-Erkrankungen gemeldet worden. (Stand 11.07.2011 16 Uhr) Anfang der vergangenen Woche waren 500 Stuhlprobenröhrchen zur Abklärung des Ausbruchsgeschehens an einer Grundschule in Altenbeken über die weiteren 24 Kindergärten und Schulen verteilt worden, die ebenfalls Essen vom Caterer aus Bad Lippspringe bezogen haben.
Getestet werden alle Kinder, die in ihrer Schule oder in ihrem Kindergarten gegessen haben. Die Bilanz: Sechs Kinder wurden im Suchtest positiv getestet (EHEC-Erreger), 419 negativ. Die sechs positiven Fälle verteilen sich auf zwei Kindergärten und drei Grundschulen. Der endgültige Bestätigungstest steht noch aus. Die Kinder sind nicht erkrankt.
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Die Eltern der sechs Kinder sind bereits telefonisch informiert worden, ebenso die betroffenen Kindergärten und Grundschulen. Die Eltern aller Kinder- egal ob positiv oder negativ getestet – bekommen das Ergebnis in den nächsten Tagen auch schriftlich mitgeteilt. Die sechs positiv getesteten Kindergarten- und Schulkinder dürfen die Einrichtung wieder besuchen, wenn drei aufeinander folgende Stuhlproben im Abstand von ein bis zwei Tagen negativ sind. In den 25 Einrichtungen, die Essen von dem Caterer aus Bad Lippspringe bezogen haben, gelten bereits besondere Hygiene- und Desinfektionsregeln, so dass weitere Maßnahmen nicht erforderlich sind. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt hat ein Merkblatt mit Hygieneempfehlungen erarbeitet für alle, die einen EHEC-Fall in der Familie haben. Das Merkblatt steht auf den Kreisseiten unter www.kreis-paderborn.de zum Herunterladen bereit.
Hier noch einmal die Bilanz der Stuhlproben jener 30 Kinder, die in der Altenbekener Grundschule zu Mittag gegessen haben: 22 Ergebnisse waren positiv (EHEC-Erreger nachgewiesen), acht negativ. Unter den positiven 22 befinden sich vier Erkrankungsfälle, drei von den Kindern hatten ein HU-Syndrom entwickelt.
Zusätzlich waren Stuhlproben von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Essensausgabe in den insgesamt 25 Kindergärten und Schulen gezogen worden. Von den 169 Proben sind jetzt aktuell 166 zurück. 162 sind negativ. Vier Proben waren positiv. Diese vier sind nicht neu: Das Ergebnis stammt vom 5. Juli und ist bereits mitgeteilt worden. (Anmerkung: Wir haben immer von 175 Personen gesprochen, die Essen ausgegeben haben. Nach der Verteilung und dem Listenabgleich wissen wir nun, dass es 169 sind).
Der mit dem Robert Koch-Institut abgestimmte Fahrplan sieht nun vor, jene 35 Personen aus dem Kreisgebiet, die „Essen auf Rädern“ bezogen haben, mit einem Stuhlprobenröhrchen zu versorgen. Die Betroffenen erhalten am heutigen Montag, 11. Juli, Besuch vom Gesundheitsamt und bekommen in persönlichen Gesprächen den Hintergrund erläutert und das Stuhlprobenröhrchen überreicht. „Die Aktion ist gut angelaufen und wurde mit sehr viel Verständnis und Akzeptanz angenommen“, sagt Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Georg Alles.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat in Zusammenarbeit mit dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe (CVUA-OWL) stichprobenhaft Oberflächengewässer auf EHEC (Serotyp O 104:H4) untersucht. Da der Schwerpunkt der EHEC - Erkrankungen in NRW im Raum Ostwestfalen-Lippe liegt, wurden dort gezielt am 27. und 28. Juni Gewässerabschnitte beprobt, die vergleichsweise stark durch Abwässer aus Kläranlagen beeinflusst sind oder in deren Einzugsgebiet eine höhere Anzahl Erkrankungen vorliegt. Im Kreis Paderborn wurde an folgenden sechs Stellen Proben gezogen: Aus der Lippe im Bereich Bad Lippspringe und Delbrück, aus der Beke in Altenbeken, aus dem Holtheimer Bach sowie der Altenau in Lichtenau und aus der Lohme in Borchen. Alle sechs Proben waren ohne auffälligen Befund.
















