Kloster Dalheim: Neue Museumssäle mit Foto-Ausstellung eröffnet
Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn). Die neu gebauten Ausstellungssäle des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur Dalheim in Lichtenau (Kreis Paderborn) sind ab Freitag (2.7.) für Besucher geöffnet. Bevor dort Ende Oktober die Dauerausstellung einzieht, zeigt das Haus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bis zum 5. September eine Foto-Ausstellung. Unter dem Titel "Making of Dalheim: Idee - Prozess - Ergebnis" bietet sie Einblicke in die Umgestaltung des ehemaligen Augustiner-Chorherren Stifts zu einem modernen Museum. Nach zwei Jahren sind damit wieder alle Räume zugänglich.
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"Ungewöhnliche Perspektiven":
Wie aus dem Kloster ein Museum wurde: Die Foto-Ausstellung zeigt im neuen Obergeschoss, wie aus dem Kulturdenkmal Kloster Dalheim in den vergangenen fünf Jahren ein Museum wurde, das trotz moderner Standards seine eigene Geschichte bewahrt hat. "Den Besucher erwarten ungewöhnliche Perspektiven der jüngeren Geschichte Dalheims von der Domänenzeit bis zum zweiten Bauabschnitt", sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch bei der Vorstellung der Räume und der Foto-Ausstellung am Dienstag (29.6.).
Neben der Foto-Dokumentation des Bauverlaufs sind auf großen Fahnen Abbildungen zu sehen, die aus der Domänenzeit stammen, als das Kloster Gutshof war und in Kirche, Kreuzgang und Refektorien Vieh stand und Mist gefahren wurde. Die Vorstellung verschiedener archäologischer Funde vervollständigt die Ausstellung.
Hereinspaziert!
"Eine einmalige Gelegenheit: Nach zweijähriger Bauzeit sind die neu geschaffenen Ausstellungssäle und der restaurierte Kreuzgang ohne museale Bespielung anzuschauen", so Kirsch weiter. Bevor am 29. Oktober die neue, große Dauerausstellung mit dem Titel "Eingetreten. 1.7000 Klosterkultur" beginnt, werden die neuen Räume selbst Gegenstand einer Ausstellung.
Der LWL hat während des zweiten Bauabschnitts - der erste wurde 2007 eröffnet - 2.000 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche geschaffen. Die im 19. Jahrhundert durch einen Brand verlorengegangenen Obergeschosse im Ost- und Südteil der Klausur wurden modern aber sensibel im Umgang mit dem Denkmal wieder aufgesetzt. Vom Konventgarten aus ist das neue Geschoss schon seit einiger Zeit zu sehen.
Kirsch: "Jetzt können sich die Besucher auch innen von einer außergewöhnlichen Raumgestaltung faszinieren lassen." Die lichtdurchfluteten, neuen Säle locken mit beeindruckenden Konstruktionen und ungewöhnlichen Perspektiven. Dort, wo sich in klösterlicher Zeit die Schlafsäle der Chorherren befanden, werden in Zukunft Sonder- und Dauerausstellungen zu sehen sein.
"Großartiges Vorhaben"
Die Stiftung Kloster Dalheim, die das Museum trägt, freut sich über den Abschluss der Bauarbeiten und die gelungenen, architektonischen Veränderungen. "Damit wird der Stiftung eine ideale Hülle zur Verfügung gestellt", sagte Stiftungsvorstand und Sprecher des Stifterkollegs Prof. Dr. Horst Ziegler. "Ohne finanzielle Unterstützung des Landes NRW und des LWL wäre dieses großartige Vorhaben nicht möglich gewesen", so Ziegler weiter. Das Land NRW trägt 60 Prozent der elf Millionen Euro Bausumme des zweiten Bauabschnitts, der LWL 40 Prozent. Im Namen des Stiftungsvorstandes und der Stifter versprach Ziegler: "Wir werden die Entwicklung dieses außergewöhnlichen Museumsprojektes auch in Zukunft mit allen Kräften unterstützen."
Kreuzgang im neuen Gewand
Auch der mittelalterliche Kreuzgang und die Klausurräume sind vom 2. Juli bis 5. September wieder zu besichtigen - ohne museale Einbauten. Der Südteil des historischen Kreuzgangs wurde im 19. Jahrhundert zerstört und als Stallung genutzt. Jetzt wurde er mit modernen Materialien wieder aufgebaut, so dass der unbeschränkte Kreuzrundgang wieder nachvollziehbar ist. Die Klausurräume wie z.B. Kapitelsaal, Skriptorium und Wärmestube erlauben im Zusammenspiel mit modernen Bauteilen ab dem 29. Oktober einen Einblick in die Organisation und den Tagesablauf eines mittelalterlichen Klos-ters zwischen "Ora et labora" - "bete und arbeite".
Neuer Museumseingang
Der Museumseingang befindet sich ab dem 2. Juli oberhalb des Haupttores in der ehemaligen Orangerie des barocken Klosters. Dieses Gebäude ist ebenfalls komplett umgestaltet worden und beinhaltet neben dem Kassenbereich beide, bisher voneinander getrennten, Klosterläden mit Buchladen und Feinkostabteilung.
Die bisherigen Eintrittspreise sind noch bis zum 31. Oktober gültig.
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