Flüssigkeiten im Handgepäck sollen verboten bleiben
Brüssel - Die EU-Kommission will das aus Sicherheitsgründen eingeführte Verbot für Flüssigkeiten im Handgepäck bei Flugreisen verlängern. Die Aufhebung zum derzeit vorgesehenen Datum im April 2013 "könnte ein erhebliches operationales Risiko" darstellen, erklärte die Kommission.
Stattdessen empfiehlt sie, erst von Januar 2014 an Erleichterungen einzuführen. Erst im Licht der dabei gemachten Erfahrungen soll dann entschieden werden, wann das Verbot ganz fällt.
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Derzeit dürfen in der EU nur Flüssigkeiten, Gels und Sprays bis zu 100 Millilitern an Bord eines Flugzeugs mitgeführt werden, die in transparenten Beuteln verpackt sind. Die Regel war 2006 aus Angst vor Attentaten mit als Flüssigkeit getarntem Sprengstoff eingeführt und in der Zwischenzeit verlängert worden. "Das Risiko, das von flüssigen Sprengstoffen für die zivile Luftfahrt ausgeht, ist immer noch hoch", heißt es in der aktuellen Einschätzung der Kommission. Sie beruft sich auf Tests an Flughäfen und Beratungen mit der Branche.
Die entscheidende Frage für die Aufhebung des Verbots ist, wie verlässlich neue Technologien zum Aufspüren von Sprengstoff und wie schnell die Maschinen und Verfahren auf den Flughäfen einsatzbereit sind. Zwar geht die Kommission davon aus, dass die Technik hier den vergangenen Jahren "erhebliche Fortschritte" gemacht habe, diese reichen aber offenbar aus Brüsseler Sicht noch nicht aus. Die Kommission will nun aus dieser Lage-Einschätzung einen Gesetzesvorschlag machen und ihn im Herbst vorlegen. Auch das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten entscheiden dann mit.
©AFP 2012
Archivfoto: Holger Hollemann









