Flughafen Berlin kostet rund eine Milliarde Euro mehr
Berlin - Der neue Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) wird deutlich teurer und könnte noch später als derzeit geplant eröffnet werden. Bei einer Krisensitzung des Aufsichtsrats wurden Kostensteigerungen von rund einer Milliarde Euro bekannt, wie ein Sprecher des Projekts bestätigte.
Das Gremium bestellte zudem einen neuen technischen Geschäftsführer, der nun prüfen soll, ob der 17. März ein realistischer Termin für die Flughafeneröffnung ist. Nach Angaben des Sprechers kündigte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) Kostensteigerungen wegen höherer Schallschutzauflagen um etwa 591 Millionen Euro an.
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Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte die bisherigen Maßnahmen in einem Urteil als mangelhaft bewertet. Vorstandschef Rainer Schwarz machte zudem Mehrkosten von knapp 400 Millionen Euro für höhere Baukosten und Entschädigungszahlungen bekannt. Dazu kommen laut dem Sprecher etwa 195 Millionen Euro als Risikovorsorge für weitere mögliche Komplikationen.
Als neuen technischen Geschäftsführer bestellte der Aufsichtsrat für fünf Jahre den 59-jährigen Horst Amann. Dieser arbeitet bislang für den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport. Er verantwortete in dieser Funktion unter anderem den Bau einer neuen Landebahn und die Planung eines neuen Terminals. Zuvor hatte Amman unter anderem für die Deutsche Bahn gearbeitet.
Bis zur nächsten Sitzung des Aufsichtsrats solle Amann die "Termingestaltung" überprüfen, sagte der Sprecher. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, sagte der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "B.Z.", wenn es beim Bau des Flughafens "auch nur den geringsten Zweifel daran gibt, dass der 17. März gehalten werden kann, werde ich den Antrag stellen, über den Eröffnungstermin noch mal zu reden".
©AFP 2012
Archivfoto: Patrick Pleul










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