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Bill Clinton fordert mehr Transparenz im Kampf gegen Aids

Bill ClintonWashington - Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat eine effektivere und transparentere Nutzung von Geldern im Kampf gegen Aids gefordert.

Zudem zeigte er sich zum Abschluss der 19. Welt-Aids-Konferenz in Washington zuversichtlich, dass trotz der globalen Finanzkrise weiter Geld in die Forschung und Behandlung der Krankheit fließen werde. Die deutsche Aids-Hilfe forderte indes mehr Anstrengungen bei der Forschung.

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Die im Kampf gegen HIV und Aids eingesetzten Gelder dürften nicht von politischen Interessen geleitet werden, sagte Clinton in Washington vor den rund 24.000 Teilnehmern der Konferenz. Benötigt werde ein neues System der Transparenz darüber, "wofür jeder einzelne Dollar ausgegeben wird - von Ländern, Spendern und Nichtregierungsorganisationen".

Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, dass weiterhin Finanzmittel fließen: "Wenn wir alle weiterhin Ergebnisse produzieren, dann denke ich, wird das Geld auch da sein." Er selbst werde alles dafür tun, dass das so bleibe. Clintons Stiftung setzt sich unter anderem für den Kampf gegen HIV und Aids ein.

Vor wenigen Tagen hatte bereits US-Außenministerin Hillary Clinton in Washington gesprochen und eine "Generation ohne Aids" in Aussicht gestellt. Dazu hatte sie weitere Finanzhilfen der USA in Höhe von 150 Millionen Dollar (124 Millionen Euro) für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit zugesagt.

Die neue Präsidentin der International Aids Society, Françoise Barré-Sinoussi, lobte die Konferenz in Washington. "Wir haben viele Stimmen gehört, die sich für eine Generation ohne Aids erhoben haben", sagte die Preisträgerin des Medizin-Nobelpreises. Sie lobte die wissenschaftlichen Fortschritte im Kampf gegen die Krankheit, mahnte aber weitere Anstrengungen an. Es müssten "alle Patienten erreicht" werden, sagte sie.

Unter dem Motto "Gemeinsam das Blatt wenden" hatten Forscher, Politiker, Aktivisten und Betroffene aus über 190 Ländern in Washington eine knappe Woche lang über den Kampf gegen Aids beraten. Die Konferenz findet alle zwei Jahre statt. Rund 34 Millionen Menschen weltweit sind nach Angaben der UNO HIV-positiv, im vergangenen Jahr starben etwa 1,5 Millionen Menschen an Aids.

Im Zuge der Konferenz hatte es vorsichtige Anzeichen einer Hoffnung auf Heilung der Immunschwächekrankheit gegeben. US-Forscher hatten erklärt, dass ein Medikament zur Behandlung von Krebs möglicherweise auch ein zukünftiges Heilmittel für Aids sein könnte. Demnach war das Medikament Vorinostat das einzige Mittel, mit dem es bislang gelang, das Virus aus seiner Ablagerung herauszuspülen.

Die deutsche Aids-Hilfe erklärte, dass Deutschland in der Forschung seine Anstrengungen noch "erheblich verstärken" müsse. "Wenn Deutschland bei der Finanzierung der Forschung so zurückhaltend bleibt wie bisher, laufen wir Gefahr, abgehängt zu werden", erklärte die Organisation. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen forderte die an der Konferenz teilnehmenden Länder auf, die in Washington vorgestellten wissenschaftlichen Fortschritte nun rasch in "konkrete Programme" umzusetzen.

©AFP/Getty Images 2012
Foto: Chip Somodevilla

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