twitter

rss-logo

spacer

Schloss- und Auenpark
Sportnavi Sportangebote
Wussten Sie redaktionelle Berichte
Paderborner-Blatt 06 Kurzzähler
Paderborner Nachrichten / Aktuell / Vermischtes / Regelung für straffreie Beschneidung gefordert

Regelung für straffreie Beschneidung gefordert

Kinderchirurg mit SkalpellBerlin - Im Streit um die Rechtmäßigkeit religiöser Beschneidungen minderjähriger Jungen soll die Bundesregierung bis zum Herbst einen Vorschlag für die gesetzliche Regelung vorlegen.

Eine große Mehrheit der Bundestagsabgeordneten unterstützte eine entsprechende Entschließung von Union, FDP und SPD. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast kritisierte das "Hauruckverfahren", in dem der Antrag entstanden sei. Das Landgericht Köln hatte kürzlich die Beschneidung eines vierjährigen Jungen als rechtswidrige Körperverletzung gewertet und damit einen Sturm des Protests in muslimischen und jüdischen Gemeinden ausgelöst.

_____

In ihrer Entschließung machen die beteiligten Bundestagsfraktionen deutlich, dass jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland weiter möglich sein müsse. "Die rechtliche Einordnung der Beschneidung muss so schnell und so gründlich wie möglich geklärt werden", heißt es in dem Text.

Betont wird in der Entschließung auch, dass sich aus der gesetzlichen Klarstellung bei der Einordnung der Beschneidung keine "Präjudizwirkung für andere körperliche Eingriffe aus religiösen Gründen" ergeben dürfe. Der Bundestag bekräftigte seine Verurteilung der in Deutschland verbotenen weiblichen Genitalverstümmelung.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hatte vor der Sondersitzung des Bundestags bekräftigt, das Parlament müsse "die Bundesregierung auffordern, jetzt tätig zu werden, um Unsicherheiten, die es bei religiösen Gruppen gibt, aber auch bei Ärzten und Eltern zu bereinigen". SPD-Fraktionsvize Christine Lambrecht warnte in der kurzen Debatte zu der Entschließung vor anhaltender Rechtsunsicherheit. Es bestehe die Gefahr, dass Eltern Beschneidungen in Hinterzimmern machen ließen oder ein Beschneidungstourismus entstehe.

Das Beschneiden von Jungen im Zusammenhang mit der Religionsausübung müsse "weiterhin straffrei möglich sein", wenn sie medizinisch fachgerecht und so schmerzfrei wie möglich erfolge, forderte auch der CDU-Abgeordnete Günter Krings. Eine Debatte über den Sinn der Beschneidung innerhalb der Religionsgemeinschaften sei zwar richtig, dürfe "aber nicht mit dem Damokles-Schwert der Strafbarkeit stattfinden".

Die Grünen schlossen sich dem Antrag nach längerer Verhandlung mit den anderen Fraktionen nicht an, auch wenn zahlreiche Grünen-Abgeordnete für die Entschließung votierten. Künast begründete dies mit der fehlenden Zeit für ausgiebige Beratungen. Es müsse gründlich die Frage erörtert werden, wie die drei Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit des Kindes, der Religionsfreiheit und der elterlichen Sorge in der Praxis zusammengebracht werden könnten. Die Linkspartei, die in die Beratungen nicht eingebunden war, stimmte gegen die Entschließung.

©AFP 2012
Foto: Oliver Berg

Dunschen Bestattungen
Wohnen Nachrichten

Finanzierung von Fluthilfe-Fonds steht

Finanzierung von Fluthilfe-Fonds steht

Berlin - Bund und Länder haben sich auf die Finanzierung des gemeinsamen Fluthilfe-Fonds im Gesamtvolumen von bis zu acht Milliarden Euro geeinigt.

Das teilten das Bundesfinanzministerium und Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) mit. Die Einigung wurde bei einem Treffen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (beide CDU) erzielt.

Weiterlesen ...

90 Prozent aller Haushalte haben Handys

90 Prozent aller Haushalte haben Handys

In der Bundesrepublik hatten Anfang 2012 90 Prozent der privaten Haushalte mindestens ein Handy.

Im Jahr 2000 habe der Wert noch bei 30 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. Damit stieg der Ausstattungsgrad von Mobiltelefonen innerhalb von 12 Jahren um 60 Prozentpunkte.

Weiterlesen ...
Aktueller Sport

Thiago möchte weg vom FC Barcelona

Thiago möchte weg vom FC Barcelona

Das 22-jährige Mittelfeldtalent Thiago Alcantara möchte den FC Barcelona offenbar verlassen.

Der Kapitän der spanischen U21-Nationalmansschaft sehe für sich kein Vorbeikommen an Xavi und Andres Iniesta, berichten spanische Medien. Thiago und Barcelona-Trainer Tito Vilanova sollen sich zu einem persönlichen Gespräch getroffen haben, wie "sport.es" berichtet.

Weiterlesen ...
Zeitung Lippe Blatt
Paderborner Nachrichten / Aktuell / Vermischtes / Regelung für straffreie Beschneidung gefordert