Überraschungs-Silber im Teamsprint
Im Teamsprint der Langläufer überraschte das deutschen Duo mit Tim Tscharnke und Axel Teichmann mit dem Gewinn der Silbermedaille. Gold sicherte sich die Mannschaft aus Norwegen, die beiden russischen Läufer errangen Bronze. "Es ist einfach ein sensationeller Tag. Was Tim abgeliefert hat, war absolute Spitze. Auch Axel hat die richtige Taktik gewählt, um die Medaille zu sichern", lobte Bundestrainer Jochen Behle überglücklich seine beiden am heutigen Tag so erfolgreichen Sprinter.
Erst gestern hatte dieser überraschend Nachwuchsläufer Tim Tscharnke als Partner für Routinier Axel Teichmann nominiert, da sich Silbermedaillengewinner Tobias Angerer nach dem Rennen über 30 Kilometer noch erschöpft fühlte. "Ich habe mit dem heutigen Einsatz im Teamsprint nicht gerechnet", meinte der Zollhauptwachtmeister bescheiden nach dem Rennen, das den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere darstellt.
Das deutsche Herrenduo lief nach einem taktisch klugen Halbfinale im entscheidenden Schlussrennen von Anfang an wie entfesselt. Trotz des hohen Tempos verloren sie nie den Kontakt zur Spitze und hielten sich auf den Plätzen zwei bis vier. "Bereits in der zweiten Runde habe ich immer mal wieder nach vorne attackiert, bei mir war noch genügend Saft da", meinte Youngster Tim Tscharnke, während die Vorgaben des Bundestrainers eigentlich anders lauteten.
"Tim sollte sich hinter dem Feld verstecken und dranbleiben, Lücken reißen war eigentlich nicht geplant", so Jochen Behle, der gegen den selbstbewussten Auftritt des Zöllners nach dem Gewinn der Silbermedaille nichts einzuwenden hatte. In seiner letzten der insgesamt drei zu absolvierenden Runde von je 1.580 Meter legte der erst 20-jährige Newcomer am Anstieg einen grandiosen Zwischenspurt ein und ließ zur Überraschung der Fachwelt das gesamte Feld deutlich hinter sich. Mit gut 15 Meter Vorsprung schickte der Zollwachtmeister seinen Partner Axel Teichmann auf dessen Schlussrunde. Dieser ging bei hohem Tempo volles Risiko und wurde erst kurz vor der Zielgeraden noch vom norwegischen Sprint-Star Petter Northug abgefangen. Erst nach Auswertung des Fotofinish war dann klar, dass es dem Deutschen im Schlusssprint noch gelungen war, den zweiten Rang gegen den Russen Alexej Petuchow zu verteidigen..
"Northug ist nicht irgendwer. Wir sind mehr als zufrieden. Es ist grandios. Ein toller Tag", war die Begeisterung des Bundestrainers kaum zu bremsen. Auch ein überglücklicher Tim Tscharnke fand passende Worte zu seinem heutigen Überraschungserfolg: "Bei Olympia auf dem Podium zu stehen ist einfach sensationell. Und das gemeinsam mit Axel, der für mich seit Jahren ein echtes Vorbild war und noch immer ist. Ich freue mich so sehr für ihn."
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