twitter

rss-logo

spacer

Jupit Audiovision
Frisch Rechtsanwälte
OWL - Eine starke Region
Lippen
Paderborner-Blatt 06
Paderborner Nachrichten / Aktuell / Politik / Sigmar Gabriel kritisiert neues Melderechtsgesetz

Sigmar Gabriel kritisiert neues Melderechtsgesetz

Sigmar Gabriel kritisiert neues MelderechtsgesetzBerlin - Datenschützer und Opposition üben scharfe Kritik am neuen Melderechtsgesetz, das kürzlich den Bundestag passiert hat. Es sei nicht akzeptabel, dass mit dem Gesetz der Verkauf von Daten der Einwohnermeldeämter an Privatunternehmen ermöglicht werde, sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel der "Süddeutschen Zeitung".

Die Grünen erklärten: "Das Melderechtsgesetz wird den Bundesrat so nicht passieren." "Das staatliche Melderegister ist kein Vorratsdatenspeicher für Zwecke der Wirtschaft", sagte Gabriel. Auch der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) drängte auf deutliche Korrekturen.

_____

Jäger sagte der "Welt am Sonntag" mit Blick auf den Paragraphen 44, der die Melderegisterauskunft regelt: "Ich halte das Gesetz in diesem zentralen Punkt für problematisch, weil ein Handel mit den Adressen und privaten Daten der Bürger nicht ausgeschlossen werden kann." So werde das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Bürger beeinträchtigt. "Da muss der Bund dringend nachbessern", sagte der SPD-Politiker.

Grünen-Parlamentsgeschäftsführer Volker Beck erklärte, es gelte der Grundsatz: "Meine Daten gehören mir!" Die Daten dürften nur an Dritte weitergegeben werden, "wenn der Bürger dem zugestimmt hat oder ein gesetzlicher Auskunftsanspruch vorliegt". Grünen-Fraktionschefin Renate Künast warf der Regierungskoalition Klientelpolitik vor: "Mal wieder bedient Schwarz-Gelb eine Klientelgruppe und deren Profitinteressen und stellt den allgemeinen Daten- und Verbraucherschutz hinten an." Das müssten nun die Länder im Bundesrat retten.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Petra Pau warnte: "Der Ausverkauf des Datenschutzes geht weiter." Sie kritisierte insbesondere die Zustimmung der FDP, die sich selbst als freiheitlich und demokratisch rühmt", zu dem Gesetzesvorhaben. Linken-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn kritisierte, das Bundesmeldegesetz "verkommt zur Datenbörse". Die Bundesländer müssten das Gesetz im September im Bundesrat stoppen.

Der Leiter des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, nannte das Vorhaben "gesetzlichen Wahnsinn". Das neue Recht ermögliche "den privaten Handel mit vom Staat zwangsweise erhobenen Daten in großem Stil". Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri bezeichnete den vorgesehenen Zugriff der Privatwirtschaft auf staatliche Daten als "unsäglich". Er forderte die Staatsregierung in München auf, die neue Vorschrift im Bundesrat zu stoppen.

Die Kritik entzündete sich am Paragraphen 44 des neuen Bundesmeldegesetzes, das nach der Föderalismusreform die bisherigen Landes- und Bundesregelungen zusammenfasst. Der Paragraph ermöglicht es Adresshändlern, Inkassofirmen oder der Werbewirtschaft, umfassend Daten aus den amtlichen Registern abzugreifen - nicht nur Namen und Titel, sondern auch Anschriften und selbst Geburtstage und frühere Namen sollen demnach nicht tabu sein.

©AFP 2012
Foto: AFP John Macdougall

Autogaszentrum Paderborn
Senne-Plastik
Schlafkultur Bielefeld
Boulevard News

Michelle Obama auf Sightseeing-Tour in Berlin

Michelle Obama auf Sightseeing-Tour in Berlin

Berlin - US-Präsidentengattin Michelle Obama hat ihr Besichtigungsprogramm in Berlin begonnen.

Während ihr Mann Barack Obama politische Gespräche führt, informiert sich die First Lady über die deutsche Geschichte.

Weiterlesen ...

Edward Furlong wegen Körperverletzung angeklagt

Edward Furlong wegen Körperverletzung angeklagt

Los Angeles - Der US-Schauspieler Edward Furlong, bekannt aus Filmen wie "Terminator 2", ist wegen eines gewalttätigen Angriffs auf seine Freundin angeklagt worden.

Wie die Staatsanwaltschaft von Los Angeles mitteilte, wird dem 35-Jährigen außer schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen, dass er seine Freundin bedrohte, damit sie nicht zur Polizei geht.

Weiterlesen ...
Lifestyle News

Sienna Miller bevorzugt bodenständigen Style

Die US-Schauspielerin Sienna Miller ist der Ansicht, dass sich ihr bodenständiger Charakter in ihrem Kleidungsstil widerspiegelt.

"Ich glaube, ich habe eine sehr unkonventionelle Persönlichkeit, und ich hatte definitiv eine Hippie-Phase mit meinem Stil. Aber ich denke, es geht mehr um meinen Charakter als darum, wie ich mich kleide", sagte die 31-Jährige dem britischen Magazin...

Weiterlesen ...

Katy Perrys Haarfarbe Ergebnis von Färbe-Unfall

Katy Perrys Haarfarbe Ergebnis von Färbe-Unfall

Die US-Sängerin Katy Perry färbte sich ihre Haare nur schwarz, weil ein vorangegangener Versuch, sie zu bleichen, missglückte.

"Ich habe sie damals wie Madonna blond gefärbt, und es sah nicht gut aus, also kaufte ich eine Packung Haarfärbemittel und färbte alles schwarz", sagte die 28-Jährige in einem Werbevideo für ihr Juli-Cover des US-Magazins "Vogue".

Weiterlesen ...
Paderborner Nachrichten / Aktuell / Politik / Sigmar Gabriel kritisiert neues Melderechtsgesetz