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22-jährige Frau vor laufender Kamera von Taliban hingerichtet

22-jährige Frau vor laufender Kamera von Taliban hingerichtetKabul - In Afghanistan ist die Ehefrau eines Taliban vor laufender Kamera öffentlich hingerichtet worden, weil sie ihren Mann mit einem Taliban-Kommandeur betrogen haben soll.

Die 22-Jährige sei Ende Juni vor den Bewohnern ihres Dorfes Kol nördlich der Hauptstadt Kabul mit mehreren Schüssen in den Rücken getötet worden, teilte eine Sprecherin der Polizei in der Provinz Parwan mit.

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Einer der Dorfbewohner habe das Video der Provinzregierung übergeben, die nun nach den Verantwortlichen suche. Die Regierung in Kabul verurteilte die Tat als "unislamisch und unmenschlich".

Das Video zeigt, wie eine Frau mit einem grauen Schal an einem Graben sitzt, umringt von dutzenden Männern. Einige von ihnen hocken auf Dächern, um einen besseren Blick auf das Geschehen zu haben. Ein bärtiger Mann liest aus dem Koran Verse zum Ehebruch vor und sagt dann: "Wir können ihr nicht vergeben, Gott befiehlt uns, sie umzubringen." Ihr Ehemann habe das Recht, sie zu töten. Daraufhin wird einem weißgekleideten Mann ein Gewehr übergeben.

Der Mann geht auf die Frau zu, ruft "Gott ist groß" und feuert zwei Schüsse ab, die die Frau aber verfehlen. Ein dritter trifft sie in den Rücken. Das Opfer reißt die Arme hoch und kippt um. Dann gibt der Mann sechs weitere Schüsse auf die Frau ab, während die Menge "Lang lebe der Islam" und "Lang leben die Mudschahedin" ruft. Zum Schluss feuert der Mann noch einmal vier Schüsse auf sein Opfer ab.

Öffentliche Hinrichtungen waren während der Herrschaft der radikalislamischen Taliban von 1996 bis 2001 üblich.

©AFP 2012
Foto: © AFP/Parwan provincial government

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