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Thomas de Maizière auf Stippvisite in Afghanistan

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière besucht deutsche Soldaten in AfghanistanKundus - Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat vor den Schwierigkeiten des Abzugs aus Afghanistan bis Ende 2014 gewarnt. Der Rücktransport des militärischen Materials sei ein "komplizierter Prozess", sagte de Maizière bei einem Besuch im nordafghanischen Kundus.

Er sei aber zuversichtlich, dass bis zum Ende der NATO-Kampfmission in Afghanistan Ende 2014 ein Großteil des nicht mehr benötigten Materials außer Landes gebracht werden könne. "Ein Blick auf die Landkarte zeigt: Es gibt nicht so viele Ausgänge aus Afghanistan", sagte de Maizière. Problematisch sei vor allem, dass das im Osten an Afghanistan angrenzende Pakistan die Grenzübergänge seit Monaten verschlossen halte.
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Auslöser dafür war ein US-Luftangriff auf pakistanische Grenzposten, bei dem Ende November 24 pakistanische Soldaten getötet wurden.

"Wir waren zuversichtlich, dass sie geöffnet werden", sagte de Maizière. "Im Moment bin ich nicht mehr so zuversichtlich, dass das schnell passiert. Von daher wird sehr viel durch die Luft oder durch den Norden erfolgen, das ist logistisch kompliziert, aber daran arbeiten wir."

De Maizière war am Morgen zu dem unangekündigten Besuch eingetroffen. Er will vor Ort Gespräche mit deutschen Soldaten führen und sich ein Bild von der Lage machen. Begleitet wird der Minister vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) und dem ISAF-Regionalkommandeur Nord, Erich Pfeffer.

Es ist de Maizières siebte Afghanistanreise als Verteidigungsminister, zuletzt war er Mitte März zu politischen Gesprächen in Kabul. Derzeit sind rund 4800 Bundeswehrsoldaten in Nordafghanistan im Einsatz, darunter auch viele Soldaten aus Sachsen. Die NATO-Truppe ISAF will ihren seit mehr als zehn Jahren andauernden Kampfeinsatz in dem Land bis Ende 2014 beenden. Bis dahin sollen die afghanischen Sicherheitskräfte selbst in der Lage sein, für die Sicherheit in ihrem Land zu sorgen.

©AFP 2012
Archivfoto: John Macdougall

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