Julian Assange beantragt politisches Asyl in Ecuador
London/Quito - Wikileaks-Mitbegründer Julian Assange hat in London Zuflucht in der Botschaft Ecuadors gesucht.
Der Internetaktivist habe einen Asylantrag für Ecuador gestellt, erklärten die Botschaft in London sowie Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño in Quito. Die Regierung prüfe den Antrag, sagte Patiño. Jede Entscheidung werde unter Berücksichtigung des Völkerrechts getroffen.
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Die diplomatische Vertretung in der britischen Hauptstadt teilte mit, sie sei verpflichtet, jeden Antrag zu prüfen. Sie habe ihn daher an das Außenministerium in Quito weitergeleitet. Bis zu einer Entscheidung stehe Assange in der Botschaft "unter dem Schutz der ecuadorianischen Regierung". Wikileaks teilte auf dem Twitter-Account der Organisation ebenfalls mit, Assange habe am Dienstag politisches Asyl beantragt und stehe unter dem Schutz der Botschaft. Assange selbst dankte Ecuador in einer Erklärung dafür, dass sein Antrag geprüft werde.
Assange droht die Auslieferung an Schweden, wo ihm Sexualdelikte vorgeworfen werden. Der Oberste Gerichtshof in London hatte in der vergangenen Woche einen Antrag auf Überprüfung des Auslieferungsentscheids zurückgewiesen. Assanges Verteidigung kann jetzt noch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrufen.
©AFP 2012
Foto: Carl Court








