US-Republikaner sieht nationale Sicherheit in Gefahr
Washington - Bei einer Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber hat der frühere Chef des US-Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, eindringlich vor den Gefahren für die nationale Sicherheit gewarnt.
"Wir alle sind für den Rest unseres Lebens in Gefahr", sagte Gingrich am Dienstagabend (Ortszeit). Einer neuen Umfrage zufolge führt er derzeit das Feld der Bewerber vor dem Ex-Gouverneur Mitt Romney an.
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Die Amerikaner müssten darauf vorbereitet sein, sich selbst vor denjenigen zu schützen, die, "wenn sie könnten, nicht nur uns alle einzeln töten, sondern ganze Städte vernichten würden", sagte Gingrich weiter. Der 68-jährige Politiker war in den Umfragen zuletzt nach oben geschossen, eine am Dienstag veröffentlichte Erhebung der Universität Quinnipiac sieht Gingrich sogar an der Spitze des Feldes.
Gingrich machte sich für eine Verschärfung der geltenden Anti-Terror-Maßnahmen stark. Der umstrittene sogenannte Patriot Act war im Mai vom US-Kongress bis 2015 verlängert worden. Dagegen argumentierte einer von Gingrichs sieben Konkurrenten, Ron Paul, die Freiheit dürfe niemals der Sicherheit geopfert werden. Die Anti-Terror-Maßnahmen seien im Gegenteil "unpatriotisch", sagte der für seine liberalen Positionen bekannte Texaner.
Bei der von CNN-Moderator Wolf Blitzer moderierten Debatte ging es auch um den Iran. Hier warf Romney US-Präsident Barack Obama vor, er sei "unfähig zu einer starken Politik". Nur deshalb werde nun über eine mögliche "Intervention Israels" spekuliert, um das iranische Atomprogramm zu stoppen, fügte der frühere Gouverneur von Massachusetts hinzu. Israel müsse gezeigt werden, "dass sie unsere Freunde sind, dass wir an ihrer Seite stehen", fügte Romney hinzu und kündigte an, im Falle seiner Wahl zum Präsidenten seine erste Auslandsreise nach Israel zu unternehmen. Normalerweise führt US-Präsidenten diese symbolische Reise nach Kanada oder Mexiko. Der texanische Gouverneur Rick Perry erklärte zum Thema Iran, für ihn liege die Priorität bei Sanktionen gegen die iranische Zentralbank.
Laut der Quinnipiac-Umfrage kommt der bisher favorisierte Romney nach Gingrich an zweiter Stelle unter den republikanischen Anwärtern für das Weiße Haus. Der frühere Pizza-Unternehmer Herman Cain und der texanische Gouverneur Perry hatten zuvor einen Höhenflug in den Umfragen, beide Bewerber verloren dann aber wieder an Popularität. Cain machte dieses Mal vor allem damit auf sich aufmerksam, dass er den Namen des Moderators falsch behalten hatte: statt "Blitzer" sagte er zunächst "Blitz", bevor er sich selbst verbesserte.
©AFP/Getty Images 2011
Foto: Mark Wilson









