Obama: Sprengstoff in Frachtmaschinen mit Ziel USA
Washington/London - Terroralarm in den USA: Zwei in Frachtflugzeugen in Dubai und Großbritannien sichergestellte Pakete mit dem Ziel USA haben nach Angaben von US-Präsident Barack Obama Sprengstoff enthalten. Das hätten erste Untersuchungen ergeben, sagte Obama in einer Ansprache in Washington. Die Pakete seien an jüdische Einrichtungen in Chicago gerichtet gewesen.
Beide Pakete kamen aus dem Jemen. Ermittler gehen nach Angaben aus US-Sicherheitskreisen der Frage nach, ob es sich um ein Komplott des Terrornetzwerkes El Kaida gehandelt haben könnte.
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Die Pakete wurden an Bord von Maschinen in Großbritannien und Dubai gefunden. Die Funde in Dubai und auf dem englischen Flughafen East Midlands Airport führten nach US-Angaben zur Untersuchung weiterer Frachtmaschinen auf den US-Flughäfen Philadelphia und Newark. Nach FBI-Angaben waren die Pakete an religiöse Institutionen in Chicago adressiert.
Die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen in Chicago wurden verschärft. Von den beiden Päckchen sei eine "glaubwürdige terroristische Bedrohung" ausgegangen, sagte Obama. Die beiden verdächtigen Pakete wurden nach Angaben der US-Regierung in der Nacht zu Freitag gefunden. Beide Pakete kamen demnach aus dem Jemen, ihr Ziel waren die USA. Die USA seien entschlossen, das Terrornetzwerk El Kaida im Jemen zu zerstören, sagte Obama.
Der US-Präsident hatte den Jemen jüngst als Rückzugsort für El Kaida bezeichnet. Der jemenitische Arm von El Kaida gilt als Drahtzieher eines gescheiterten Anschlags auf ein US-Passagierflugzeug im Landeanflug auf Detroit am ersten Weihnachtstag des vergangenen Jahres.
Die US-Luftwaffe nahm ein Zivilflugzeug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Ziel New York in Begleitschutz. Zwei Kampfflugzeuge seien entsandt worden, um das aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammende Flugzeug nach New York zu eskortieren, teilte die US-Luftwaffe mit. Nach Informationen des Senders CNN wurde der Einsatz angeordnet, weil an Bord der Maschine auch Frachtgut aus dem Jemen vermutet wurde.
Nach der Landung auf dem New Yorker JFK-Flughafen wurde das Flugzeug von dutzenden Polizeiwagen umstellt. Der US-Luftwaffe zufolge nahmen kanadische Abfangjäger das aus Dubai kommende Flugzeug in kanadischem Luftraum in Begleitschutz. Beim Eintreten in den US-Luftraum eskortierten demnach dann die beiden US-Kampfflugzeuge die Passagiermaschine bis zu dem New Yorker Flughafen.
Aufgrund der Meldungen über die verdächtigen Pakete aus dem Jemen setzte nach dem Transportunternehmen Fedex auch der Frachtdienstleister UPS nach eigenen Angaben Lieferungen aus dem Jemen umgehend aus. Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigte in einer Mitteilung, dass ein verdächtiges Paket aus dem Jemen sichergestellt worden sei. Das Paket sollte demnach in einem Fedex-Transportflugzeug in die USA geflogen werden.
Laut CNN konzentrierte sich der Einsatz auf dem britischen Flughafen auf einen Computerdrucker, der durch offenkundige Manipulationen Verdacht auf sich gezogen hatte. Das Gerät wies demnach Drähte und weiße Pulverspuren auf. Die britische Polizei bestätigte den Fund eines "verdächtigen Päckchens", machte aber keine Angaben zu dessen Inhalt.
©AFP/Getty Images 2010
Foto: William Thomas Cain








