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Explosion auf Ölbohrinsel im Golf von Mexiko - Ölschleier im Meer
New Orleans - Rund vier Monate nach dem verheerenden Untergang der BP-Plattform "Deepwater Horizon" hat sich erneut eine Explosion auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko ereignet. 13 Menschen gingen dabei über Bord, mindestens einer von ihnen wurde verletzt, wie die US-Küstenwache mitteilte. Nach Angaben der Küstenwache trieb an der Unglücksstelle ein anderthalb Kilometer langer Ölschleier im Meer.
Die US-Küstenwache teilte mit, dass ein Hubschrauberpilot berichtet habe, dass neben einer brennenden Plattform 13 Menschen im Wasser trieben. Neun Hubschrauber und vier Schiffe der Küstenwache seien daraufhin zu der rund 145 Kilometer südlich von Vermilion Bay im US-Bundestaat Louisiana gelegenen Plattform aufgebrochen.
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EIn Küstenwachensprecher sagte dem Sender MSNBC, es gebe noch keine Erkenntnisse über die Art der Verletzungen der Bohrinselarbeiter, die offenbar von der Insel sprangen, um sich zu retten. Sie hätten allesamt Schutzanzüge getragen. Die Rettungsarbeiten seien im Gange. Später werde dann nach den Ursachen für die Explosion geforscht.
Die Plattform stand nach dem Unglück in Flammen. Die Küstenwache stützte ihre Angaben über den Ölschleier im Wasser auf Aussagen von Mitarbeitern der Plattform. Dagegen hatte ein Sprecher von Mariner Energy dem US-Sender CNN gesagt, bei einem ersten Flug über der Unglücksstelle sei zunächst keine Verschmutzung entdeckt worden. Anders als die "Deepwater Horizon", die in rund 1500 Metern Tiefe Öl förderte, steht die neue Unglücksplattform in Gewässern, die nur rund hundert Meter tief sind.
Das Weiße Haus in Washington teilte mit, dass zunächst Informationen über den Vorfall gesammelt würden. Wenn es Berichte über Verschmutzung gebe, würden Maßnahmen eingeleitet. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace reagierte alarmiert auf den erneuten Unfall auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko. "Es ist Zeit, dass wir aus unseren Fehlern lernen", sagte der Meeresexperte von Greenpeace in den USA, John Hocevar, der Nachrichtenagentur AFP.
Am 20. April war im Golf von Mexiko die vom britischen Energiekonzern BP betriebene Plattform "Deepwater Horizon" explodiert, worauf mehrere hundert Millionen Liter Rohöl ausliefen. Es war der größte Ölunfall der Geschichte.
©AFP/Getty Images 2010
Archivfoto: Chris Graythen









